Studierendenwerk Karlsruhe AöR
Group indoors smiling and holding documents near STUVA stand.

Mehr als satt: Wie das Soli-Essen Menschen unterstützt

Seit mehr als 20 Jahren verbindet das Soli-Essen in den Mensen des Studierendenwerks Karlsruhe den Campusalltag mit globaler Verantwortung. Mit kleinen Beiträgen könnt ihr beim Mittagessen internationale Hilfsprojekte unterstützen. Zuletzt kamen 9 400 Euro für ein Aufklärungsprojekt zum Lithiumabbau in Bolivien zusammen. Und die nächste Solidaritätsaktion ist bereits gestartet!

Mittagspause, schnell in die Mensa – für viele gehört das zum Studienalltag. Donnerstags kann euer Mittagessen mehr bewirken: Holt ihr euch ein Soli-Essen unterstützt ihr mit 25 Cent ein internationales Hilfsprojekt. Auch mit dem Soli-Muffin in den Cafeterien könnt ihr helfen, pro Muffin fließen 10 Cent in die Solidaritätskasse.

Hinter der Aktion stehen das Studierendenwerk Karlsruhe, die Evangelische Studierendengemeinde Karlsruhe (ESG) und die Katholische Hochschulgemeinde Karlsruhe. Seit mehr als 20 Jahren engagieren sie sich mit euch und anderen Gästen der Mensen und Cafeterien für Menschen weltweit. Das Prinzip: Viele kleine Beiträge werden zu konkreter Unterstützung.

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Die Teilnahme ist freiwillig und anonym.

Globale Themen auf eurem Mensatablett

Die Projekte greifen globale Herausforderungen auf – von Ernährung und Bildung bis zu Klimaschutz und sozialer Gerechtigkeit. „Schon kleine Beiträge können viel bewegen. Wer sich für ein Soli-Angebot entscheidet, unterstützt Menschen ganz konkret und setzt zugleich ein Zeichen für globale Verantwortung und Gerechtigkeit“, sagt Michael Postert, Geschäftsführer des Studierendenwerks Karlsruhe.

Beim vergangenen Projekt „Akku leer? Lade dich und die Welt auf“ stand Lithium im Mittelpunkt. Der Rohstoff wird für Batterien in Smartphones, Elektroautos und Energiespeichern benötigt. Gemeinsam mit Brot für die Welt wurde ein Projekt in Bolivien unterstützt.

9 400 Euro für Bolivien

Rund um den Salzsee von Uyuni informiert das Projekt Menschen über Chancen und Risiken des Lithiumabbaus und stärkt sie darin, ihre Rechte einzufordern. Der Rohstoff kann wirtschaftliche Perspektiven schaffen, zugleich aber Umwelt und Lebensgrundlagen vor Ort gefährden.

Dank der Einnahmen aus den Soli-Angeboten kamen insgesamt 9 400 Euro für das Projekt zusammen. „Das Geld unterstützt Initiativen, die Menschen vor Ort informieren und ihre Rechte stärken, noch bevor der Lithium-Abbau beginnt und ökologische Schäden hinterlässt“, erklärt Ulrike Schieren von der ESG Karlsruhe.

Dein Teller zählt

Inzwischen ist das nächste Projekt gestartet. Unter dem Motto „Menschenrecht: Ernährung! Dein Teller kann die Welt bewegen.“ gehen die Spenden des bald endenden Sommersemesters und des kommenden Wintersemesters an Projektpartner von Misereor in Mosambik.

Dort leiden viele Menschen unter Hunger, Ungleichheit, Dürre, Konflikten und anderen Krisen. Das Projekt setzt auf Hilfe zur Selbsthilfe: Gemeindekomitees werden gestärkt, der Zugang zu Wasser verbessert und Familien mit Schulungen und Kleinkrediten dabei unterstützt, ihre Erträge und Einkommen zu steigern, etwa durch Bienenzucht oder Tierhaltung.

25 Cent für ein Essen oder 10 Cent für einen Muffin mögen wenig klingen. Doch wenn viele mitmachen, wird daraus konkrete Hilfe. So könnt ihr globale Verantwortung in euren Studienalltag integrieren und dazu Menschen helfen, ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten.

Sabine Fodi, 17.09.2026

Plakat "Menschenrecht: Ernährung! Dein Teller kann die Welt bewegen." mit Infos zu Caritas Cafeteria-Angeboten und Misereor Spendenaktion. Misereor, Sebastian Haury / Studierendenwerk Karlsruhe AöR
Neues Projekt in Mosambik gestartet: Die Spenden des Sommersemesters und des kommenden Wintersemesters gehen an Projektpartner von Misereor in Mosambik.