Magali Hauser, KIT
Gruppe junger Menschen um eine sitzende ältere Frau in Rollstuhl, Outdoor auf Campus.

Gegen Diskriminierung und Barrieren – Anlaufstellen am KIT

Chancengleichheit und Akzeptanz sind essenzielle Voraussetzungen für ein Miteinander auf Augenhöhe im Studienalltag. Bei Verletzungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes durch Diskriminierung stehen am KIT spezialisierte Anlaufstellen zur Verfügung, die gezielt beraten und unterstützen. Im Diversity Month Mai bietet das KIT außerdem zusätzliche Angebote für Studierende.

Das KIT setzt sich für ein diskriminierungsfreies Miteinander ein – unter anderem als Gründungsmitglied des Bündnisses für Demokratie und Menschenrechte Karlsruhe. „Ob wissentlich, unbewusst oder strukturell, Diskriminierung wertet ab, verletzt die Menschenwürde und richtet Schaden an“, erläutert Angelika Scherwitz-Gallegos. „Es ist deshalb wichtig, Diskriminierungen zum Schutz Einzelner sowie eines guten Miteinanders stärker zu beachten und ihnen aktiv entgegenzuwirken.“

Als KIT-Beauftragte für Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit befasst sich Scherwitz-Gallegos täglich mit Barrierefreiheit und Diskriminierung. „Barrieren in Information und Bildung verhindern Teilhabe und damit Entwicklung und Entfaltung. Meine Erfahrung zeigt, dass Voreingenommenheit im Denken die beharrlichste Barriere im inklusiven Miteinander ist“, erläutert sie. „Eine offene und tolerante Hochschule, die sich für den Abbau von Barrieren stark macht, nutzt die Ressourcen aller Menschen in ihrer Vielfalt und schafft Chancen.“ Mit diesem Ziel berät sie Studierende und Beteiligte an Schnittstellen des inklusiven Studiums. Zudem unterstützt das Zentrum für digitale Barrierefreiheit und Assistive Technologien Menschen mit Sehbehinderung in allen Studienfächern am KIT.

Vielseitige Unterstützung

Neben den Barrieren für Menschen mit Behinderung gibt es auch andere Formen der Diskriminierung, mit denen sich unter anderem die Antidiskriminierungsstelle gezielt befasst. Neben Beratung und Unterstützung leistet sie auch Präventionsarbeit. Dr. Suzan Stutz, Ansprechperson für Antidiskriminierung am KIT, erklärt: „Jede Person kann die Beratung in Anspruch nehmen. Sie ist privat, anonym, niederschwellig und begleitet im Sinne der betroffenen Person.“ Stutz ist dabei als zentrale Anlaufstelle eng in die bestehenden Strukturen eingebunden.

„Es gibt einen engen Austausch mit den Chancengleichheitsbeauftragten und der Geschäftsstelle Chancengleichheit, sowie auch mit den Ansprechpersonen bei Fällen sexualisierter Gewalt und Belästigung“, betont Sarah Wenz, Leiterin der Geschäftsstelle Chancengleichheit des KIT. Bei Anliegen, Fragen oder Unklarheiten können Studierende sich ebenfalls direkt an Wenz wenden.

Weitere Anlaufstellen für Studierende sind auf den Seiten der Arbeitsgruppe „Anti-Rassismus und Anti-Diskriminierung“ zu finden. Darunter sind beispielsweise das AStA Chancengleichheitsreferat und die Psychotherapeutische Beratungsstelle des Studierendenwerks aufgeführt. Wenn die passende Anlaufstelle unklar ist, kann der Kummerkasten für Studierende und Beschäftigte helfen: Wer sein Anliegen per E-Mail schildert, erhält zeitnah weiterführende Informationen.   

Lea Laraia, 07.05.2026

Suzan Stutz (l.) und Angelika Scherwitz-Gallegos posieren jeweils für ein Foto. Markus Breig/Manuel Balzer, KIT
Zwei wichtige Ansprechpersonen am KIT: Die Antidiskriminierungsbeauftragte Dr. Suzan Stutz (l.) und Angelika Scherwitz-Gallegos, Beauftragte für Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit.

Angebote für Studierende im Diversity Month

  • Flux Flausch Tag: Talks, Workshops und Diskussionsrunden für neurodivergente Menschen und Interessierte
    9. Mai 2026, 14 Uhr, Black Sheep Club Karlsruhe
  • First-Generation Students Hochschulgruppe – Waffelverkauf  
    19. Mai 2026, 11 bis 14 Uhr, Campus Süd am AKK
  • Workshop: Mind the Trap – Awareness of the fine line between pattern and prejudice
    19. Mai 2026, 17:30 Uhr, K26 

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite zum Diversitytag.

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Die Teilnahme ist freiwillig und anonym.