Volunteers der HSP-Gruppe Taekwondo KIT
Taekwondo tournament in a gym with competitors, judges, and spectators on mats.

Wenn der Campus zur Wettkampfbühne wird

133 Teilnehmende aus 53 Unis, die sich im Wettkampf gegeneinander behaupten: Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften (DHM) im Taekwondo ging es am 29. November 2025 am KIT zur Sache. Organisiert haben das Event die beiden KIT-Studierenden Kaize Zhou und Jessica Wolf. In clicKIT berichten sie, was den Wettkampftag so besonders macht. 

„Als Organisator war es besonders bewegend zu sehen, wie aus einer langen Planungsphase am Ende ein echtes Event mit Energie, Leidenschaft und sportlichem Wettkampf entstand“, sagt Kaize. „Besonders der Moment, als die erste Begegnung angepfiffen wurde und die Halle sich mit Sportlerinnen, Sportlern und Publikum füllte, war ein unglaublich stolzer Augenblick.“

Insgesamt haben 133 Sportlerinnen und Sportler mitgemacht, wobei das KIT mit 14 Teilnehmenden die meldestärkste Uni war. „Die diesjährige DHM war sogar die größte, die jemals im Taekwondo ausgerichtet wurde“, erzählt Jessica. Neben den 280 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Halle verfolgten bis zu 3 500 Personen den Livestream auf YouTube.

Starke Ergebnisse für das KIT

An Abwechslung hat es am Tag der DHM nicht gefehlt: Die Sportlerinnen und Sportler trugen Wettkämpfe im Zweikampf aus, zeigten Traditionelles Formlaufen, eine Parasport-Kategorie und Freestyle Poomsae – also Bewegungsabläufe, Schrittmuster und Techniken, die die Teilnehmenden mit Musik spontan selbst choreographierten. „Man hat gemerkt, dass wir nicht nur ein nationales Event auf die Beine gestellt haben“, sagt Kaize. „Denn mit etwa 20 Bundeskadermitgliedern aus Deutschland und Italien war die DHM sehr hochklassig besetzt.“

In diesem hochklassigen Wettkampf konnten die Athletinnen und Athleten aus dem KIT fünf Bronzemedaillen und drei Silbermedaillen gewinnen. Die Wettkämpferin Hannah Haake qualifizierte sich sogar für die European University Championships. Sie wird zwischen dem 28. und 30. Oktober auf europäischer Ebene ihr Können unter Beweis stellen und wie Kaize und Jessica in den drei Vorjahren die Gelegenheit erhalten, sich einen Namen im Spitzensport zu machen.

Vielfältige Aufgaben hinter den Kulissen

Ein sportliches Event in dieser Größe auf die Beine zu stellen, war für die beiden Studierenden keine leichte Aufgabe. Über ein Jahr lang waren sie mit diversen organisatorischen Aufgaben beschäftigt und trugen dabei die Verantwortung, dass die DHM den verschiedenen Ansprüchen der Beteiligten gerecht wird: Neben grundlegenden Dingen wie Wettkampfmatten, Technik sowie Kampfrichterinnen und Kampfrichtern, mussten sie sich auch um einen Notdienst, Sponsorinnen und Sponsoren, ein Catering und die Finanzen kümmern.

„Nach dem ganzen Stress waren wir zwar erstmal erschöpft, aber ziemlich schnell stellte sich das Gefühl ein, dass sich alles gelohnt hat und wir so ein Event  wieder auf die Beine stellenwürden“, betont Jessica und Kaize ergänzt: „Für uns am KIT war das etwas Besonderes und wir hoffen, dass dieser Tag vielen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben wird.“

Elisa Rachel, 29.01.2026 

Jessica Wolf und Kaize Zhou posieren Arm in Arm für ein Foto. Privat
Eingespieltes Team: Jessica Wolf und Kaize Zhou bei einem Trainingscamp am Bodensee.
Drei Taekwondo-Kämpfer führen im Wettkampf auf der Matte Vorwärtskicks aus; Zuschauer im Hintergrund. Volunteers der HSP-Gruppe Taekwondo KIT
Im Taekwondo sind Fußtechniken dominanter als in anderen Kampfsportarten.
Kampfsportler in Schutzausrüstung führt hochkick gegen Gegner mit blaue Schutzausrüstung aus. Volunteers der HSP-Gruppe Taekwondo KIT
Der Wettkampf dauert nur wenige Minuten. In dieser Zeit kommen Taekwondo-Techniken zum Einsatz, um Treffer zu erzielen. Je nach getroffener Körperregion bringen die Treffer unterschiedlich viele Punkte.

Spitzensport am KIT

Neben dem Vollzeit-Studium trainieren und an Wettkämpfen teilnehmen stellt für Studierende, die Hochleistungssport betreiben, eine große Herausforderung dar. Deshalb unterstützt das KIT als Partnerhochschule des Spitzensports seit 2003 Studierende dabei, Sport und Studium zu vereinen.

Infos gibt’s auf der Website der Anlaufstelle „Partnerhochschule des Spitzensports“