Schule mal anders erleben: Lehramtsstudierende entdecken Zagreb
Eine Woche mit anderen Studierenden, Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern in einem anderen Land zusammenarbeiten: Anouk und Sarah waren im Rahmen ihres Lehramtsstudiums in Zagreb. In clicKIT erzählen die zwei, wie die Stadt sie in nur einer Woche begeistert hat, was sie während ihrer Exkursion gemacht haben und was sie für ihren zukünftigen Job als Lehrerin mitnehmen.
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Die Teilnahme ist freiwillig und anonym.
Im Fokus der ereignisreichen Exkursion im Mai 2026 stand das Thema „Deutsch als Fremdsprache“. „Außerdem erhielten wir eine Einführung ins kroatische Schulsystem und haben die Lehrkraftausbildung in Zagreb kennengelernt“, sagt Anouk, die am KIT im vierten Bachelorsemester Lehramt mit den Fächern Deutsch und Philosophie-Ethik studiert. „Außerdem waren wir bei Hospitationen in Grundschulen und weiterführenden Schulen dabei und konnten gemeinsam mit Referendarinnen und Referendaren sowie Studierenden aus Zagreb Unterricht vorbereiten“, ergänzt Sarah, die im vierten Mastersemester an der PH Karlsruhe die Fächer Mathe und Englisch studiert.
Zwei Hochschulen, eine gemeinsame Reise
Ursprünglich entwickelte sich der Austausch über ein Lehrkräfteseminar mit Referendarinnen und Referendaren an der Karlsruhe School of Education. Jetzt findet die Exkursion nach Zagreb mit Studierenden und in Kooperation mit der PH Karlsruhe statt. Hierdurch konnten sich die Studierenden am KIT und der PH nicht nur mit den Ansprechpersonen aus Kroatien vernetzen, sondern auch mit anderen Lehramtsstudierenden aus Karlsruhe. „Je nach Hochschule lief die Bewerbung etwas unterschiedlich ab“, berichtet Sarah. Die Bewerbung ist grundsätzlich für alle Lehramtsstudierenden beider Hochschulen offen.
Raus aus dem Hörsaal und rein in den Austausch
In Zagreb erwartete sie ein dichtes Programm: Die Gruppe lernte die Philosophische Fakultät der Universität Zagreb kennen, besuchte das Goethe-Institut und die Deutsche Internationale Schule und arbeitete gemeinsam mit angehenden kroatischen Lehrkräften an Unterrichtsideen. Außerdem haben sie sich damit beschäftigt, was es für Herausforderungen für Lehrkräfte sowie für Schülerinnen und Schüler bei dem Fach „Deutsch als Fremdsprache“ gibt und wie man diese möglichst kreativ überwinden kann.
Sarah nahm vor allem methodische Impulse mit. „Am Goethe-Institut gab es sogenannte Blitzgespräche, in denen Schülerinnen und Schüler fünf Minuten lang auf Deutsch über ein Thema sprechen“, erklärt sie. „Das könnte ich mir auch für meinen eigenen Unterricht vorstellen“. Anouk gefiel außerdem, wie kreativ die Schulen Sprache fördern: „An einer Schule entstand sogar ein Podcaststudio, damit Schülerinnen und Schüler auf Deutsch ins Sprechen kommen.“ Gleichzeitig sei ihr bewusst geworden, wie wertvoll ein Austausch mit anderen angehenden Lehrkräften sein kann. „Erst durch solche Erfahrungen merkt man, was eigentlich alles möglich ist, wenn man sich vernetzt.“
Ein Erlebnis fürs Leben
Neben den fachlichen Eindrücken prägte vor allem der persönliche Austausch die Woche. „Meine Erwartungen wurden übertroffen“, erzählt Anouk. „Besonders die herzliche und liebevolle Art, mit der sich die kroatischen Studis um uns gekümmert haben, ist mir in Erinnerung geblieben.“ Auch Zagreb selbst hinterließ einen bleibenden Eindruck: Die Studierenden wohnten zentral, erkundeten die Stadt bei einer Führung und hatten am Ende Zeit, um die Woche in einer Karaokebar ausklingen zu lassen. Für die zwei steht fest: Solche Auslandserfahrungen lohnen sich und die Erlebnisse werden ihnen noch lange in Erinnerung bleiben.
Elisa Rachel, 30.07.2026