MIT-Master ohne Pflichtfach: Wahlfreiheit als Trumpf!
Der Masterstudiengang Mechatronics and Information Technology (MIT) am KIT verbindet Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnologie zur Mechatronik. Studierende haben dabei große Freiheiten und können Module nach den eigenen Interessen und Vorlieben kombinieren.
Studiendekan Professor Martin Doppelbauer erlebt seit Jahren, wie wichtig es ist, Systeme fachübergreifend zu verstehen und Schnittstellen zu beherrschen. „Wer weiß, wie mechanische und elektrische Komponenten zusammenarbeiten, kann später neue Lösungen entwickeln“, sagt er. Durch die Zusammenarbeit der Fakultäten für Maschinenbau sowie Elektrotechnik und Informationstechnik entstehe ein Angebot, das die Stärken für Studierende bündelt und viele Wahlmöglichkeiten eröffnet.
Freiheit statt Pflichtprogramm
Lorenz steht kurz vor dem Abschluss des Masters. Der große Vorteil im Vergleich zum Bachelor für ihn: „Wir haben kein einziges Pflichtfach – das war für mich sehr attraktiv. Dadurch kommt man aus diesen festen Bachelor-Strukturen raus, die einem oft vorschreiben, wann man was machen muss.“ Wer will, kann im Master in die Breite gehen. Wer sich spezialisieren möchte, vertieft ein Thema.
Ganz ähnlich geht es Thorben, der im zweiten Mastersemester ist. Er ergänzt: „Ich kann mich in verschiedene Fächer reinsetzen und überlegen: Liegt mir das thematisch? Gefällt mir der Vortragsstil? Wenn es so ist, bleibe ich dabei, und wenn nicht, kann ich mich durchboxen – muss aber nicht.“ Für ihn mache das den Master subjektiv leichter, auch wenn die Inhalte anspruchsvoll bleiben.
Ein Schwerpunkt, viele Möglichkeiten
Innerhalb des Masters können die Studierenden zwischen sieben verschiedenen Schwerpunkten wählen. Lorenz und Thorben haben sich für Design of Mechatronic Systems, also Konstruktion und Produktentwicklung, entschieden. „Innerhalb des Schwerpunkts können wir auch nochmal viel wählen“, sagt Lorenz. „Ich bin zum Beispiel eher in die Produktentwicklungsmethodik gegangen.“ Thorben kombiniert hingegen Produktentwicklung mit Bahnsystemtechnik: „Wir wählen einen Schwerpunkt und damit fast die Hälfte unseres Masters. Das sollten auf jeden Fall Fächer sein, die man auch mag.“
Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Man könne immer mit dem MIT-Master anfangen. „Man muss sich dann einfach etwas mehr selbst beibringen und vielleicht ein paar Sachen für die Zulassung nachholen“, sagt Lorenz. Auch Doppelbauer erklärt: „Wer fehlende Inhalte aus dem Bachelor aufarbeitet und damit noch nicht voll ausgelastet ist, kann parallel schon Mastermodule belegen.“
Der Blick fürs große Ganze
Am Ende geht es um den Antrieb und Spaß daran, Technik weiterzudenken. Professor Marcus Geimer, ebenfalls Studiendekan, sagt deshalb: „Mich motiviert vor allem, Studierende für den Studiengang zu begeistern, damit sie mit Freude und Neugier ein Berufsleben lang dabeibleiben. Ich habe es nie bereut, in den Ingenieurberuf eingestiegen zu sein.“ Wer also Lust hat, über Fächergrenzen hinauszuschauen und Systeme als Ganzes zu begreifen, findet im Master MIT genau das, wonach er sucht.
Elisa Rachel, 19.03.2026
