Die Gründer von bavest.co Ramtin und Pedram Babaei (Foto: privat)

  ARBEITSWELT, GESICHTER, RAUSGESCHAUT

Start-up des KIT unterstützt private Anlagen mit Künstlicher Intelligenz

Assets, Aktien, Portfolios: Schon früh haben sich die beiden Brüder Ramtin und Pedram Babaei mit Aktienkäufen und dem Investieren an der Börse beschäftigt. „Dazu hat mein Bruder vor Studienbeginn der Wirtschaftsmathematik am KIT auch ein Buch zum Thema Investments veröffentlicht“, erläutert Ramtin Babaei, der selber am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Informatik studiert. „Dass es das KIT sein muss, war klar, es hat eben einen super Ruf.“

Text: Johannes Wagner
Foto: privat

Irgendwann kamen immer mehr Freunde und Bekannte auf die Brüder zu, wollten Hilfe bei der Auswahl von Aktien oder ETF (börsengehandelten Fonds). „Da kam uns die Idee, Prozesse zu automatisieren“, schildert Ramtin, die ersten Überlegungen, die zur Gründung von „Bavest Technologies“ führten. Bei der Pioniergarage ging es in einen Gründungswettbewerb, in dem die Idee präsentiert wurde. „Wir dachten zwar, dass es eine gute Idee ist, aber vom sensationellen Feedback waren wir dann doch etwas überrascht – denn wir waren im Finale.“ Ein Prototyp wurde geschaffen und im Juli 2019 gegründet. „Mein Bruder hat mich gewissermaßen auf diesem Weg mitgenommen“, so Ramtin.

Gründung neben dem Studienalltag

„Unsere Vision ist, dass wir KI in die Prozesse einbinden“, so Ramtin, denn die verbessere wiederkehrenden Abläufe. Dafür sind die Gründer auf der Suche nach Investorinnen und Investoren für den weiteren Ausbau. Ein Engagement, das neben dem Studium läuft. Eine Belastung sei das in keiner Weise: „Was wir hier am KIT lernen, hilft uns sehr – auch für unser Start-up“, gibt Ramtin zu.

Bereits rund 3 000 Kundinnen und Kunden sind bei „Bavest“. „Über 300 nutzen das auch aktiv“, freut sich Ramtin. Zudem sind mittlerweile auch Banken auf die Gründer am KIT aufmerksam geworden, denn es geht um neueste Technologie im Investmentbereich. „Der Moment ist wichtig“, gibt Ramtin zu, schließlich sei diese Entwicklung nicht planbar, auch wenn sich durch Corona viel mehr Menschen mit der Börse beschäftigen. „Das merken wir am gestiegenen Interesse.“


Geschrieben von: Gastautor