RAUSGESCHAUT

Spontan & Freundschaftlich: eine App, die verbindet

Ob zum Spike-Ball-Spielen im Schlossgarten, zum Volleyball-Turnier, zu einer Party, zum Joggen oder zum Spieleabend – über die im Oktober gelaunchte neue App SipTogether können sich Menschen zu spontanen Treffen verabreden. Sie können erfahren, welche Events gerade zum Beispiel in Karlsruhe stattfinden, an Veranstaltungen teilnehmen und neue Freunde kennenlernen. Besonders für junge Leute, die neu in der Stadt sind, bietet die App eine Plattform, um schnell und einfach Kontakte zu knüpfen.

Text: Hannah Kleindienst
Foto: SipTogether

Der 22-jährige Lorenz Kopp studiert im 5. Semester Wirtschaftsingenieurwesen am KIT und gehört zum Team von SipTogether. Er erzählt, dass die Idee zu einer App, die dabei helfe, Kontakte zu knüpfen, im Urlaub entstanden sei. „Ein Kumpel und ich waren im Urlaub, einer in Hamburg, der andere in Miami. Wir waren mit Freunden unterwegs, wollten neue Leute kennenlernen und sehen, was in der Umgebung so los ist. Da ist uns beiden aufgefallen, dass das über eine App nicht möglich war. Wir haben gemerkt, da ist eine Marktlücke. Es braucht etwas, das die coolsten Events in der Umgebung anzeigt“, erinnert sich Lorenz.

Wie sich später rausstellte, machte Lorenz dieselbe Erfahrung wie der ihm damals noch unbekannte Jan Hecker, der daraufhin die App SipTogether entwickelte. Lorenz wurde schließlich bei einem Wettbewerb der PionierGarage darauf aufmerksam. „Ich wollte eigentlich eine eigene Idee pitchen, aber als ich das gesehen habe, habe ich gedacht, genau sowas brauchen wir. Als ich das Konzept gesehen habe und den Prototyp der App, war klar, dass ich da einsteige. Das hat perfekt gepasst“. Seitdem ist er Teil des siebenköpfigen Teams.

Bisher gab es in dieser Richtung Apps wie Tinder oder Facebook, aber eine Dating-App soll SipTogether nicht sein, und Facebook wird insbesondere von der jüngeren Generation immer weniger genutzt. Also musste eine neue App her, eine Plattform, über die man sich freundschaftlich mit neuen Leuten verabreden kann.

Wie das funktioniert? Die App zeigt über eine interaktive Karte andere Nutzerinnen und Nutzer in einem anonymisierten Radius in der Nähe an. Über die Chatfunktion können sich die Leute dann verabreden, zudem werden Events in der Nähe angezeigt. Den Events kann man beitreten und im Gruppenchat mit den anderen Mitgliedern chatten. Jede und jeder kann Veranstaltungen einstellen.

Das SipTogether-Team hat große Pläne für die Zukunft. Die App soll in Baden-Württemberg und Deutschland verbreitet werden. Als nächstes soll in der ersten Finanzierungsrunde ein Investor gefunden werden. Außerdem hofft das Team mehr Leute einstellen, sowie Praktika und Nebenjobs anbieten zu können, sodass die Entwicklerinnen und Entwickler sich ganz darauf fokussieren können, die App so schnell wie möglich voranzubringen.

Donnerstag, 9. Dezember, 2021
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Geschrieben von: Gastautor