GESICHTER

Sechs Fragen an… Pascal Friederich

Pascal Friederich, Physiker und Tenure-Track-Professor am Institut für Theoretische Informatik, bringt alles mit, was man sich von einem exzellenten Nachwuchswissenschaftler erhoffen darf: beste Noten von Anbeginn, einen stringenten CV voller Forschungs-, Lehr- und Industrieerfahrungen, internationale Referenzen (Harvard, Toronto etc.) sowie einen aufstrebenden h-index. Die Forschungsleidenschaft des einstigen Doktoranden am KIT gilt den Schnittstellen zwischen Künstlicher Intelligenz und der Modellierung neuer Moleküle und Materialien.  

Text: Justus Hartlieb
Foto: Amadeus Bramsiepe, KIT

An meinem Fach fasziniert mich … 
Pascal Friederich: … die Anwendungsvielfalt des Maschinellen Lernens. Ich genieße die Arbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der unterschiedlichsten Forschungsfelder und lerne jeden Tag Neues dazu!

Welche Erfindung würden Sie gern noch machen?
Friederich: Da gibt es viele Dinge – etwa Kernfusion zur Energiegewinnung, Gehirn-Computer-Schnittstellen, interstellare Raumfahrt oder eine nachhaltige Gesellschaft –, die ich wahrscheinlich nicht „erfinden“ werde, aber gern noch miterleben würde.

Was vermissen Sie aus Ihrer Studienzeit am meisten?
Friederich: Auf jeden Fall nicht die ständigen Prüfungen. Aus heutiger Sicht war es wirklich gut, die Zeit zu haben, sich ein neues Thema wirklich tief und gründlich anzueignen. Und die Freiheit und die relativ freie Zeiteinteilung waren auch super.

Meinen Studierenden rate ich … 
Friederich: … offen zu sein für alles Neue, vor allem auch außerhalb des eigenen Studienfachs. An den Grenzen zwischen den Disziplinen gibt es unendlich viele spannende Aufgaben zu lösen!

Wenn ich nicht Professor geworden wäre, würde ich jetzt vielleicht … Friederich: … irgendwo in der Abgeschiedenheit der Natur leben oder die Welt zu Fuß erkunden. Letzteres lässt sich nur schwer mit dem Beruf des Professors verbinden, aber eine Forschungsgruppe irgendwo in den Bergen mit viel Zeit zum kreativen Denken – das ist schon eine schöne Vorstellung.

Energie tanke ich … 
Friederich: … beim Laufen und in der Natur. Laufen ist für mich ein wichtiger Ausgleich – zum Runterkommen, aber auch zum Nachdenken. Wenn die Zeit da ist, gerne auch im Urlaub in den Alpen!


Geschrieben von: Gastautor