FORSCHUNG, STUDIUM

Sechs Fragen an Nevena Tomašević

Seit April 2021 ist Nevena Tomašević Professorin für Allgemeine Geologie am Institut für Angewandte Geowissenschaften des KIT. Tomašević, ausgebildet an der Universität in Belgrad, kann auf akademische Stationen in Utrecht und Tübingen zurückblicken.

An meinem Fach faszinieren mich …

Tomašević: … vor allem Sedimentbecken. Insbesondere interessiere ich mich dafür, wie sich Sedimentbecken infolge natürlicher Kräfte wie der Dehnung oder Faltung der Erdoberfläche, Vulkanausbrüchen oder Schwankungen des Meeresspiegels bilden und entwickeln.

Welche Entdeckung oder Erfindung würden Sie gern noch machen?

Tomašević: Mein Plan ist es, mich mehr auf das Verständnis der Korngrößenverteilung in Sedimentgesteinssystemen zu konzentrieren, um Vorhersagemodelle zu erstellen, die dies berücksichtigen. Mit diesen Informationen könnten wir die Suche nach potenziellen Standorten für die Erschließung natürlicher Ressourcen nachhaltiger und kostengünstiger gestalten.

Was vermissen Sie aus Ihrer Studienzeit am meisten?

Tomašević: Die Zeit mit meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen.

Meinen Studierenden rate ich …

Tomašević: Traut Euch, zu träumen und arbeitet darauf hin – Träume werden wahr. Wichtig dabei ist, sich nicht entmutigen zu lassen, wenn die Dinge einige Zeit dauern. Denn um Euer Ziel zu erreichen, sind manchmal mehrere Anläufe nötig. Seid also geduldig und bleibt bei Eurer Arbeit.

Welche Chancen Sehen Sie in der hybriden Lehre bzw. Online-Lehre im Vergleich zur Präsenzlehre?

Tomašević: Online-Formate werden es den Studierenden weltweit ermöglichen, jede beliebige Lehrveranstaltung zu besuchen. Für bestimmte Bereiche der Geowissenschaften ist jedoch die praktische Arbeit, die nur persönlich in Übungen oder auf Exkursionen vermittelt werden kann, von größter Bedeutung und könnte durch Online-Unterricht kaum verändert werden.

Welche Superkraft hätten Sie gerne?

Tomašević: Wenn ich eine Superkraft hätte, dann wäre es Teleportation. Anstatt Zeit mit der Organisation von Reisen zu verschwenden, könnte ich jederzeit dorthin reisen, wo ich will.

Text: Sofia Grötzinger
Foto: Sandra Goettisheim

Donnerstag, 21. April, 2022
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Geschrieben von: Gastautor