Studierende sitzen vor ihren Lernmaterialien auf dem Boden.

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Neu an der Uni und überfordert?

Studienanfang, zum ersten Mal auf sich allein gestellt, keine Lehrerinnen oder Lehrer, die sagen, wo es langgeht. Wer im ersten Semester etwas überfordert ist, hat viele Möglichkeiten, sich Unterstützung zu holen. Beate Kühn, die am KIT das Netzwerk Studienstart koordiniert, erläutert, wohin sich Studierende wenden können.

Text: Regina Link
Foto: Markus Breig, KIT

Im ersten Semester stürmt viel Neues auf Studierende ein. Das kann zunächst schon ziemlich verwirrend sein. Wo können sich die Erstsemester Unterstützung holen?

Beate Kühn: Die ersten Anlaufstellen sind immer die Fachschaften, die es ja an jeder Fakultät gibt. Sie sind am dichtesten an den Studierenden dran. Sie sind auch zuständig für die Orientierungsphase, die ganz wichtig ist. Die Fachschaften findet man im Internet auf den jeweiligen Studiengangseiten. Außerdem erhalten Bewerbende, wenn sie am KIT anfangen, viele Infos; unter anderem werden da auch die Fachschaften vorgestellt.

Welche Angebote gibt es?

Beate Kühn: Speziell die O-Phase dient dazu, Kontakte zu anderen Kommilitoninnen und Kommilitonen, aber auch zu Studierenden aus höheren Semestern herzustellen. Es gibt auch verschiedenste Infoveranstaltungen, die während dieser Orientierungsphase sowohl von den Fachschaften als auch von den Fakultäten oder anderen Einrichtungen angeboten werden.

Und wenn ich im ersten Semester beim Studium Unterstützung brauche, an wen wende ich mich dann?

Beate Kühn: Die Fakultäten bieten verschiedene Mentoring-Angebote an. Bei Interesse sollten sich Studierende immer direkt an die Fakultäten, an die Fachstudienberatung oder an die Fachschaften wenden, um an Mentoring-Programmen teilnehmen zu können. Das ist entweder ein studentisches Mentoring, also eine Begleitung während des ersten Semesters durch Studierende, oder eine Betreuung durch Lehrende. Es werden dem Semesterverlauf entsprechend passgenaue Informationen geliefert. Da geht es um Fragen wie: „Wo finde ich was?“, „Wie läuft die Prüfungsvorbereitung?“, „Wie lerne ich am besten?“, „Wo finde ich Lerngruppen?“

Gibt es Mentoring auch für Studierende in höheren Semestern?

Beate Kühn: Die Angebote richten sich grundsätzlich an Leute, die gerade ihr Studium beginnen, also an die ersten Semester. Aufgrund von Corona gibt es da aber auch Besonderheiten. So haben beispielsweise einige Fakultäten und auch Studiengänge entschieden, dass auch die höheren Semester, die unter Corona angefangen haben, noch einmal die Möglichkeit haben, am Mentoring-Programm teilzunehmen. So können eventuelle Informationsdefizite ausgeglichen werden.

Was ist, wenn ich im höheren Semester Probleme habe, etwa überlege aufzuhören? Was habe ich dann für Angebote?

Beate Kühn: Es gibt individuelle Beratungsangebote an den Fakultäten in Form der Fachstudienberatung. Wir haben aber natürlich auch die Zentrale Studienberatung. Da gibt es verschiedenste Beratungsformate für Studierende, die gut starten wollen, wechseln möchten oder Zweifel an der Studienwahl haben. Es gibt Formate wie „Fit durchs erste Semester“ und „Auf dem falschen Dampfer?“, außerdem Workshops und sehr viele Informationen, um hier am KIT Unterstützung zu bekommen. Außerdem haben wir die psychotherapeutische Beratungsstelle des Studierendenwerks und, auch ganz wichtig, das MINT-Kolleg. Es bietet Hilfe, wenn Studierende Schwierigkeiten mit Mathe, Chemie oder Physik haben. Alle zentralen und dezentralen Angebote für Studienanfängerinnen und -anfänger sowie Studierende in höheren Semestern findet man gebündelt auf der Studienstart-Seite.

Donnerstag, 7. Oktober, 2021
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Geschrieben von: Regina Link