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Deutschlandweit jederzeit drucken – Revoprint macht’s möglich

Was tun, wenn der Drucker spinnt und kein Copy Shop in der Nähe ist, das neue Skript aber morgen in Papierform gebraucht wird?
Ein StartUp gründen – so haben es zumindest Artur Oswald und Marco Monetta gemacht und revoprint ins Leben gerufen. Sarah Mall hat mit Gründer Artur Oswald gesprochen.

Foto: Christian Buck

 

Im Laufe eines Studiums fallen abertausende an auszudruckenden Seiten an. Den eigenen Drucker dafür zu bemühen wird auf Dauer teuer, doch Studierende haben oft Druckkontingente zur Verfügung und Karlsruhe ist zudem reich gesegnet mit Copy Shops. Artur Oswald studiert Wirtschaftsingenieurwesen am KIT, wohnte allerdings in Heidelberg, als sein Drucker versagte: „Es gab keinen Copy Shop in meiner Nähe, da entstand die Idee, einen Onlinedienst zu starten.“ Seit 2014 besteht revoprint, eine Plattform, die den nächsten Printladen anzeigt und mithilfe von Werbepartnern den Druck sogar kostenlos anbieten kann. Wie das funktioniert? Die Dokumente werden – neuerdings sogar per App – hochgeladen, minimal verkleinert und eine Werbeanzeige platziert. Gewünschten Copy Shop aussuchen, abholen und vor Ort bezahlen, fertig. Alternativ schickt revoprint die Ausdrucke auch nach Hause, dann erfolgt die Bezahlung online. „Natürlich eignet sich dieses Verfahren nur für Arbeitsdokumente wie Notizen, Vorlesungsskripte oder etwa Rezepte. Der Lebenslauf sollte dann besser kostenpflichtig ausgedruckt werden“, gibt der Gründer zu bedenken. Wer keine Werbeanzeige auf seinen Drucken möchte, kann den Dienst zu regulären Copy-Shop-Preisen in Anspruch nehmen. Das Unternehmen floriert – deutschlandweit kooperiert revoprint bereits mit über 100 Printläden. Auch 3D-Druck ist im Angebot, allerdings ohne Werbeoption.

Montag, 27. Juni, 2016
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Sarah Mall

Geschrieben von: Sarah Mall
Sarah Mall hat zuerst Übersetzung, dann Kultur- und Medienwissenschaft studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin und Texterin in Karlsruhe.