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Blut spenden – Leben retten

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Eine Stunde Zeit und 500 Milliliter Blut – manchmal braucht es nicht mehr, um drei Menschenleben zu retten. Damit mehr Leute darauf aufmerksam werden, veranstaltet der AStA zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz nun bereits seit zwei Jahren eine Blutspendeaktion auf dem Campus. Melanie Kramer hat sich dort mal umgeschaut und einen Spender begleitet.

Fotos: Gabi Zachmann

 

Die Blutspendeaktion findet im Festsaal der Mensa statt – dort kommen die meisten Studenten während ihrer Mittagspause vorbei. Einer von ihnen ist Sina Fallah, Maschinenbaustudent am KIT. Er ist bereits zum zweiten Mal dabei. „Hier am KIT bin ich damals darauf aufmerksam geworden und hab mir gedacht: Warum eigentlich nicht?“, erzählt Sina.

 


Die Blutspende ist in vier Stationen geteilt, die jeder Spender durchlaufen muss:

1. Registrierung:
Hier werden alle Daten von Sina aufgenommen. Da er schon einmal Blut gespendet hat, besitzt er einen Blutspendeausweis. Dieser wird eingescannt, und schon haben die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuz (DRK) alle wichtigen Infos parat. Das bedachte Ausfüllen des Fragebogens bei der ersten Blutspende ist sehr wichtig, da so mögliche Krankheiten ausgeschlossen werden können.

 

2. Arztgespräch:

Für das kurze Arztgespräch direkt vor Ort stehen fünf Ärzte bereit. Sina beantwortet Fragen wie: Wieviel hast Du heute schon getrunken und gegessen? Wo warst Du in den letzten vier Wochen und nimmst Du gerade irgendwelche Medikamente ein? Wie verlief Deine letzte Blutspende?
Auch hier ist die ehrliche Beantwortung aller Fragen wichtig, um die eigene Gesundheit und die der Empfänger zu schützen.

 

3. Labor:
Im Labor bekommt Sina sein „Blutspende-Set“. Das besteht aus drei Teströhrchen und dem Blutspendebeutel. Die drei Teströhrchen werden später zuerst mit einer geringen Menge Blut gefüllt und für Laboruntersuchungen genutzt. Zum einen wird so die Blutgruppe des Spenders festgestellt, zum anderen wird das Blut auf potentielle Krankheiten, wie Hepatitis oder HI-Virus, getestet. Erst wenn alle Voruntersuchungen negativ sind, wird das Blut freigegeben. Sinas 500 Milliliter können dann drei Leben retten.

 

4.Blutspende
Nun ist es auch schon Zeit für die Spende. Von einer freundlichen Schwester wird Sinas Arm desinfiziert und für den Zufluss vorbereitet. Durch das Einscannen von verschiedenen Barcodes werden alle Komponenten, wie Fragebogen, Teströhrchen und Blutbeutel, eindeutig zugeordnet, sodass eine Verwechslung ausgeschlossen ist. Der Zufluss selbst dauert zwischen fünf bis zehn Minuten. „Ist schneller vorbei als man denkt“, lacht Sina. „Damals hatte ich auch etwas Angst, dass es weh tut, aber man merkt wirklich kaum etwas.“

 

Von einem Mitarbeiter des DRK wird Sina dann zu einer Liege begleitet, wo er sich erholen kann. Der AStA steht direkt mit Getränken, belegten Brötchen, Schokolade und vielem mehr bereit, sodass jeder Spender wieder schnell auf die Beine kommt. Auch das nächste Mal möchte Sina wieder spenden: „Ist doch toll, dass man mit ein wenig Zeit Leben retten kann.“

 

 

Dienstag, 21. Februar, 2017
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Melanie Kramer

Geschrieben von: Melanie Kramer
Melanie Kramer studiert Kommunikation und Medienmanagement an der Hochschule Karlsruhe. Seit Juli 2016 arbeitet sie als Redakteurin für clickit am KIT.