ARBEITSWELT

Wenn aus Leidenschaft Karriere wird

Wohl jedes fußballbegeisterte Kind träumt davon: Einmal mit dem Lieblingsspieler auf den Rasen laufen und hautnah dabei sein. Auch Florian Böckler hatte diesen Traum – heute ist er als Athletiktrainer bei jedem Spiel des KSC dabei. Am KIT hat seine Karriere angefangen. Mit Melanie Kramer sprach er über seinen Werdegang und seine Aufgaben beim KSC.

Fotos: KSC, GES-Sportfoto

 

Florian Böckler wuchs in Gaggenau nahe Karlsruhe auf. Schon früh fing er mit dem Leistungssport an – allerdings nicht mit Fußball, sondern mit Turnen. Als Turner machte er auch seinen ersten Trainerschein und unterrichtete Kinder von 6 bis 15 Jahren. „Mit dem Turnen habe ich schon angefangen, als ich noch kaum laufen konnte. Der Fußball war für mich mehr ein Hobby, doch bereits damals habe ich kein Spiel des KSC verpasst“, erzählt Florian.

Die Entscheidung, was und wo er studieren wollte, fiel ihm letztendlich nicht schwer: „Sport war nun mal schon immer meine Leidenschaft und ich wollte die Chance ergreifen, diese zu meinem Beruf zu machen“, erklärt der 28-Jährige. Seinen Bachelor machte er in Sportwissenschaft, den Master in Bewegung und Technik am KIT. Da das Studium sehr theoretisch ist, wollte er schon möglichst früh Praxiserfahrungen sammeln. „Die theoretische Ausbildung war ausgezeichnet und hilft mir auch heute noch im Trainingsalltag weiter. Wichtig ist aber, gleichzeitig möglichst viele Praxisbezüge herzustellen, damit man später nicht nur mit Hintergrundwissen dasteht“, empfiehlt der Athletikcoach.

 

 

Die Leistungsdiagnostik des Instituts für Sport und Sportwissenschaft (IfSS) ist dafür eine gute Möglichkeit. Hier war Florian Böckler neben seinem Studium als Hilfswissenschaftler tätig und lernte so den damaligen Athletiktrainer des Vereins kennen. Dies war der Beginn seiner traumhaften Karriere beim KSC: Vom Praktikant zum Athletiktrainer der KSC-Jugend – gleichzeitig der erfolgreiche Abschluss des Masters – und schließlich seit Juli 2016 Athletiktrainer der Profis. „Wenn ich heute darüber nachdenke, kann ich es manchmal immer noch nicht glauben. Ich hatte wirklich Wahnsinns-Glück und dafür bin ich sehr dankbar“, gesteht Böckler.

Doch neben etwas Glück gehörte zum Erfolg umso mehr Fleiß: Vom Krafttraining über Beweglichkeit und Koordination bis zum Sprint – als Athletiktrainer muss sich Florian Böckler in allen Bereichen gut auskennen: „Wenn es darum geht die Jungs aufs Training vorzubereiten oder an Spieltagen athletisch aufzuwärmen, ist es wichtig, dass man alle wichtigen Trainingseinheiten aufnimmt, um das Maximale aus den Spielern rauszuholen“, erklärt der Athletiktrainer. Mindestens genauso wichtig ist aber die Leidenschaft, mit der man dabei sein muss – und diese hat Florian Böckler ohne Frage.

 

 

Montag, 20. März, 2017
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Melanie Kramer

Geschrieben von: Melanie Kramer
Melanie Kramer studiert Kommunikation und Medienmanagement an der Hochschule Karlsruhe. Seit Juli 2016 arbeitet sie als Redakteurin für clickit am KIT.