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Vier Jahrzehnte Schlonze und mehr – das AKK feiert 40-jähriges Jubiläum

Am AKK kommt kein Studi vorbei: Die studentische Kultur-Einrichtung „Arbeitskreis für Kultur und Kommunikation“ hat ihren Sitz direkt auf dem Campus am Alten Stadion. Hier finden die berühmt-berüchtigten „Schlonze“ statt und zu fast jeder Tageszeit sieht man im AKK-Biergarten Studierende bei einem Plausch zusammen sitzen. Dieses Jahr gibt es zum 40-jährigen Bestehen eine Festwoche vom 01.-10. Juni.

 

Text: Tu-Mai Pham-Hu
Foto: Andreas Drollinger

 

1977 ist das Geburtsjahr des AKK, gegründet wurde er aus einer Initiative des AStA. Vorerst als „Arbeitskreis Kommunikation“ gestartet, kam dann 1991 die „Kultur“ hinzu. Es ist ein Angebot von Studierenden für Studierende. Da der AKK vom Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter lebt, wechselt das Angebot mit den Mitarbeitern: „Früher gab es mehr kleine Schlonze, heute sind es mehr Konzerte. Mal sind es viele Drum&Bass-Partys, mal viele Punk-Konzerte, mal sehr viel Metal. Das alles ändert sich, abhängig von den aktiven AKKlern“, so Jakob Thomas vom AKK. „Was sich nicht ändert ist die Grundstruktur: Ein Haufen motivierter Leute organisiert Veranstaltungen, auf die sie Lust haben und helfen anderen, dies auch zu tun.“
Vom 01.-10. Juni feiert das AKK sein 40-jähriges Jubiläum mit einem großen Sommerfest: Es gibt Film- und Theatervorführungen, Tanzveranstaltungen, Schlonze, Live-Konzerte und vieles mehr. An 4 Konzerttagen treten insgesamt 30 Künstler und Livebands auf dem Forum des KIT auf (Umsonst & Draußen). Die Festwoche wird durch zahlreiche Kulturveranstaltungen unter der Woche komplettiert. Den Auftakt bildet eine große Poetry Slam Show am Freitag, den 1. Juni, mit insgesamt 10 verschiedenen Künstlern und Liedermachern. Wer sich nun wundert: Die Jubiläumsfeste finden aufgrund besseren Wetters für Open-Air-Konzerte traditionell immer im Sommer des Folgejahres statt.

 

Die beliebtesten AKK-Angebote auf einen Blick:

 

Schlonz
Bekannt ist der AKK vor allem für seine zwei Mal wöchentlich stattfindenden „Schlonzen“. Der erste Schlonz fand im Dezember 1980 statt: Es handelt sich um einen studentischen Kneipenabend im Alten Stadion, der unter einem bestimmten Thema läuft (z.B. die bereits Kultstatus inne habenden Schlonzen wie Alumnium-Wüsten-Schlonz, Skat-und-Bockbier-Schlonz, Met-Schlonz, Irland-Schlonz, Bad-Taste-Schlonz oder Landesbildstellen-Schlonz) oder bei dem sich eine Hochschulgruppe vorstellt. Die Schlonzen finden normalerweise Dienstag und Donnerstag abends statt. Beim Liveschlonze können sich Newcomer-Bands aller Stilrichtungen (von Ska, Hip-Hop, Rock bis Punk) dem studentischen Publikum präsentieren. Andere Schlonzen beinhalten auch Happenings mit elektronischer Musik oder Lesungen.

 

Freies Tanzen im AKK. (Irina Westermann/KIT)

 

Tanzkurse
Der erste Tanzkurs für Standard- und Lateinamerikanische Tänze fand im Wintersemester 1983/83 statt – und schlug gleich ein wie eine Bombe. Mehr als 100 Teilnehmer strömten schon zur ersten Stunde in die Halle des Alten Stadions. Heute gibt es einen Anfänger- und Fortgeschrittenentanzkurs, zusätzlich Übungstanzen an jedem Wochenende. Der Tanzkurs und das Übungstanzen waren und sind kostenlos.

 

Open-Air-Film
Seinen Anfang nahm das Freiluftkino Anfang der 1980er Jahre, als sich einige filmbegeisterte Studis einen Projektor, zwei Boxern und eine 4×3 Meter große Leinwand schnappten, um Filme kostenfrei für ihre Kommilitonen auf dem Campus vorzuführen. Inzwischen werden die Filme regelmäßig auf einer 10 mal 5 Meter großen Leinwand vor der Tribüne gezeigt.

 

Der Biergarten des AKK. (Andea Fabry/KIT)

 

Biergarten und Café
Während der Biergarten schon von Anfang an Teil des AKK war, eröffnete das Kultur-Café erst im Wintersemester 1991/92. Ursprünglich war nur geplant, das Kultur-Café während der O-Phase zu betreiben: Aufgrund des durchschlagenden Erfolgs wurde das Projekt jedoch nicht nur verlängert, sondern das Café hat jetzt sogar in den Semesterferien offen – alles in Selbstverwaltung. Es gibt dort inzwischen nicht nur Fairtrade-Kaffee, sondern für die Nicht-Kaffee-Trinker auch eine große Auswahl an verschiedenen Tees.

 

Kultur-Programm
Wer Kultur in Karlsruhe sucht, dem fällt heute meist das Tollhaus, das Substage oder die Orgelfabrik ein. Doch wusstet ihr, dass diese Kulturhäuser Anfang der 1980er Jahre noch gar nicht existierten? Das Uni-Theater, das vom AKK organisiert wurde, kooperierte damals mit etablierten Karlsruher Theatern. Ohne Tollhaus & Co. fanden Konzerte zum Teil in den Hörsälen der Hochschule statt, darunter BAP, Heinz-Rudolf-Kunze oder Ina Deter im Gaede- oder Gerthsen-Hörsaal. Inzwischen hat sich der Schwerpunkt der Kulturarbeit des AKK hin zu Live-Events verändert: von Drum’n’Bass über Ska bis hin zur Punk-Musik können nun Newcomer-Bands eine Bühne finden. Karaoke-Singen oder Poetry Slams fanden ebenfalls schon lange vor ihrem Populärwerden bei Schlonz-Abenden statt.

 

Im Alten Stadion finden viele Veranstaltungen des AKK statt. (Manuel Balzer/KIT)

 

Leihmaterial
Beim AKK können studentische Organisationen allerhand Gerätschaften und Equipment ausleihen: Von der Bühne bis hin zu professioneller Ton-, Licht- und Bühnentechnik ist alles, was man für ein Event braucht, hier zu haben. Und nicht nur das: Auch Bierbänke, Schnellkochtöpfe, Teller, Gläser und Induktionsherdplatten sind zum Verleih angeboten.

 

Zum Programm https://www.akk.org/sommerfest

Wer Lust hat, aktiv beim AKK aktiv reinzuschnuppern: Einfach an mitmachen@akk.org schreiben

 

 

Donnerstag, 31. Mai, 2018
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Tu-Mai Pham-Huu

Geschrieben von: Tu-Mai Pham-Huu
Tu-Mai Pham-Huu ist Redakteurin am KIT. Sie hat Psychologie in Heidelberg studiert und an der Burda Journalistenschule volontiert.