ARBEITSWELT, RAUSGESCHAUT, STUDIUM

Tourismusbranche: Pilot, Geschäftsführer im Luxus-Resort, Eventmanager und Co.

Ob Strandurlaub auf den Malediven, Städtetrips nach Paris, London und New York oder ganz gemütlich im heimischen Balkonien – die Deutschen lieben ihren jährlichen Urlaub. Für diejenigen unter euch, die nicht nur gerne Urlaub machen, sondern auch gerne Reisen organisieren, Gäste betreuen oder die großen Urlaubsflieger Richtung Süden steuern möchten, ist ein Studium im Bereich Touristik genau das Richtige.

Foto: Markus Breig
Text: Lena Scheuermann

 

Die Tourismusbranche boomt: Alleine im Jahr 2016 haben mehr als eine Milliarde Menschen eine touristische Reise ins Ausland unternommen. Mehr als die Hälfte der Urlaubsreisenden, rund 619 Millionen Menschen, zog es dabei nach Europa, viele von ihnen auch nach Deutschland. Reiseziele und Sehenswürdigkeiten wie das berühmte Schloss Neuschwanstein, der Europapark in Rust, die Hamburger Speicherstadt, das Brandenburger Tor oder die malerische Altstadt Heidelbergs ziehen jährlich mehrere Millionen ausländische Besucher an. Auch die Deutschen urlauben am liebsten in der Heimat.


Eine der umsatzstärksten Branchen
Ihren Urlaub lassen sich die Reiselustigen aus aller Welt einiges kosten: Laut einer Studie des Bundesverbands der deutschen Tourismusindustrie setzt die Tourismuswirtschaft alleine in Deutschland rund 115 Milliarden Euro um. Mit diesen Dimensionen gehört die Tourismusbranche zu den ökonomischen Schwergewichten Deutschlands und fungiert zudem als einer der größten Arbeitgeber: Momentan sind rund 2,8 Millionen Arbeitsplätze direkt oder auch indirekt vom Tourismus abhängig, Tendenz steigend. Aufgrund der steigenden Nachfrage ist die Tourismusbranche ständig auf der Suche nach jungen und motivierten Fachkräften.

 


Vielfältige Studienmöglichkeiten im Tourismusbereich
Mit einem entsprechenden Studium stehen Hochschulabsolventen viele Berufswege offen: Wer schon immer davon geträumt hat, eines Tages Geschäftsführer eines Luxus-Resorts auf den Fidschi-Inseln zu werden, für den ist ein Studium im Bereich Tourismusmanagement interessant. Auch Jobs bei Reiseveranstaltern, international agierenden Hotelkonzernen oder auf Kreuzfahrtschiffen sind denkbar. Wer mehr auf Klettertouren oder Yoga- und Entspannungsübungen steht, hat die Möglichkeit, sich in speziell ausgerichteten Studiengängen mit den Schwerpunkten Sport- oder Gesundheitstourismus einzuschreiben. Mit diesem Studium kann man beispielsweise Jobs in einer Kurdirektion, in Eventagenturen oder auch als Tour-Guide übernehmen. Hoch hinaus geht es mit einem Studium des Aviation Management – hier lernen Studierende alles Wichtige über den Luftverkehr und dessen Management. Zudem kann in einigen Bachelor-Studiengängen parallel eine Pilotenausbildung absolviert werden.


Branche auch Fachfremden offen
Fachfremde Hochschulabsolventen wie BWLer, Ingenieure, Werbefachleute oder auch Juristen sind besonders in großen Tourismus-Unternehmen sehr gefragt. Die zunehmende Nachfrage nach umweltbewussteren Reisen sorgt außerdem ständig für Innovationen in der Tourismusbranche und eröffnet so immer neue Berufswege. Prinzipiell ist die Branche auch motivierten Quereinsteigern gegenüber sehr aufgeschlossen. So lange die Bewerber sich durch Offenheit, Leistungsbereitschaft sowie einer gehörigen Portion an persönlichem Engagement auszeichnen, steht einer erfolgreichen Karriere nichts mehr im Wege.


Gehälter im Vergleich eher niedrig
Aufgrund der vielen unterschiedlichen Berufsfelder und Arbeitsgebiete kann man nur schlecht eine pauschale Aussage über das durchschnittliche Gehalt nach einem Studium mit Schwerpunkt Tourismus treffen. Tendenziell bewegt sich die Tourismusbranche im Vergleich zu anderen Industriezweigen aber eher auf den hinteren Plätzen. Das jährliche Einstiegsgehalt liegt dabei ungefähr im Bereich zwischen 28.000-39.000 Euro. Abhängig ist das Gehalt natürlich immer von der ausgeübten Tätigkeit: Im Controlling oder im Vertrieb sind die Löhne beispielsweise deutlich höher als etwa im Tourismus-Eventmanagement oder der Pressearbeit. Mit einigen Jahren Berufserfahrung können Angestellte aber in der Gehaltsliste nach oben klettern.

 

Übrigens: Am KIT eröffnet das Studium der Wirtschaftswissenschaften Möglichkeiten, in zahlreichen Wirtschaftsbranchen Fuß zu fassen. Mehr Informationen auf der Webseite der KIT-Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.

 

Montag, 30. Juli, 2018
  ARBEITSWELT, RAUSGESCHAUT, STUDIUM


Lena Scheuermann

Geschrieben von: Lena Scheuermann
Lena Scheuermann studiert Germanistik und Medientheorie/-praxis am KIT und arbeitet als Autorin für ClicKIT.