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Studenten helfen mit Stammzellspende

Mit einer Stammzellspende haben Deniz Isik und Florian Stempniewski Menschen geholfen, die an Blutkrebs erkrankt sind. Vizepräsident Alexander Wanner hat die beiden Studenten jetzt mit einer Urkunde der DKMS ausgezeichnet.

Fotos: Manuel Balzer

Die gemeinnützige Organisation DKMS registriert Männer und Frauen, die Stammzellen spenden wollen. So versucht sie für Patientinnen und Patienten passende Spenderinnen und Spender zu finden – so wie Isik und Stempniewski. Sie hatten sich über ein Online-Formular bei der DKMS angemeldet, sich ein Set für einen Wangenabstrich schicken lassen und die Probe versandt – „der Aufwand ist minimal“, sagt Isik. Sechs Wochen später waren sie registrierte Spender. Als klar war, dass ihre Stammzellen für zwei kranke Menschen passen könnten, folgten ärztliche Untersuchungen und schließlich ein halbes Jahr später die Entnahme der Zellen aus dem Blut.

Die DKMS bietet auch öffentliche Aktionen an, bei denen sich Menschen zwischen 17 und 55 Jahren registrieren lassen können. Am KIT haben in den vergangenen Jahren drei Aktionen stattgefunden, die Studierende ehrenamtlich organisiert hatten. 1.476 Personen wurden dabei in der DKMS registriert.

Er habe großen Respekt vor ihrem uneigennützigen Engagement, sagte Vizepräsident Wanner im Gespräch mit den beiden Studenten. Florian Stempniewski war im Sommer zur Entnahme der Spende nach Köln gefahren: „Ich musste dort etwas Zeit investieren, die Entnahme selbst ging dann schnell“. Mittlerweile weiß der 24-jährige, der am KIT Wirtschaftsingenieurwesen studiert, dass seine Spende auf eine 63-jährige Belgierin übertragen wurde. Deniz Isik bat die DKMS in ein Entnahmezentrum in Frankfurt. Der 23-jährige Student des Chemieingenieurwesens hofft, „dass viele das Set anfordern und den Abstrich an die DKMS schicken.“

Was Deniz Isik und Florian Stempniewski zur Stammzellspende motivierte, wie sie die Entnahme erlebten und ob sie Kontakt zu den Patienten aufnehmen, erzählen sie im Interview (Audio).

Montag, 13. Februar, 2017
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Geschrieben von: Denis Elbl