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Startups aus dem KIT: „E&R Solutions“

Jonathan Reichel und Fabian Eichenlaub, ehemals Studenten am KIT, haben mit ihrem Start-up „E&R Solutions“ ein Unternehmen gegründet, das sowohl Videomarketing als auch Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, anbietet. Unsere Autorin Meta Wolfsperger sprach mit ihnen über den dynamischen Prozess einer Gründung, ihre eigene Motivation und die größten Herausforderungen.

Fotos: Gabi Zachmann

Angenommen, Du suchst über Google nach einem Unternehmen für eine bestimmte Dienstleistung: Die Reihenfolge der Ergebnisse, die Google auf eine Suchanfrage hin generiert, und die Marketingstrategie sind ausschlaggebend dafür, welches Unternehmen Du auswählst. Genau hier setzt die Geschäftsidee von Jonathan Reichel und Fabian Eichenlaub an. Ihr Studium des Wirtschaftsingenieurswesens am KIT schlossen sie 2015 ab. ab. Schon während des Studiums entwickelten die beiden den Plan, mit einem eigenen Unternehmen durchzustarten. „Es hat mich immer fasziniert, etwas Eigenes aufzubauen, dabei kreativ zu sein und für alles selbst verantwortlich zu sein“, erklärt Fabian seine Motivation.

Was der Kernbereich ihres Start-ups sein sollte, war beiden klar: Filme produzieren. Diese Idee entwickelte sich bald weiter, und neben der Videoproduktion für Unternehmen bieten die beiden mittlerweile eine selbst entwickelte Strategie zur Suchmaschinenoptimierung an, um die Videos vor allem bei Google bestmöglich zu platzieren. „Die Kombination von Videoproduktion und Suchmaschinenoptimierung, wie ‚E&R Solutions‘ sie ermöglicht, bietet in Deutschland kein anderes Unternehmen an“, erklärt Jonathan Reichel. So können sich die beiden bereits über einige Erfolge freuen, darunter eine längerfristig angelegte Videomarketing-Strategie und mehrere Aufträge zur Suchmaschinenoptimierung. Auch Anfragen von anderen Videoproduktionen zur Unterstützung im Bereich SEO haben die Gründer bereits erhalten.

Durch Fehler wird man klug!
Fehler zu machen gehört für die beiden zum Lernprozess einer Unternehmensgründung dazu. „Eine Gründung ist ein dynamischer Prozess“, sagt Fabian Eichenlaub. Eine Idee entwickle sich oft in Anpassung an den Markt weiter. Den größten Fehler, den ein potentieller Gründer machen kann, sieht Reichel darin, zu lange zu warten und sich auszumalen, was alles schiefgehen könnte: „Wir wussten von Anfang an, dass die Gründung auch eine große Lernerfahrung ist, bei der wir durch Fehler lernen können.“

Ihr Studium am KIT und die Erfahrungen, die Reichel und Eichenlaub in der Gründerszene des KIT gemacht haben, sind für sie ein Grund für den Erfolg ihres Unternehmens. in Karlsruhe diverse Anlaufstellen, um sich über die Formalia einer Gründung zu informieren: das Cyberforum oder am KIT die Hochschulgruppe „Pioniergarage“ und die KIT-Gründerschmiede. Diese Beratung war auch für Reichel und Eichenlaub nützlich: „Die größte Hürde für uns zu Beginn war herauszufinden, welche Rechtsform für unser Unternehmen am besten geeignet wäre. Für solche Entscheidungen ist der Kontakt mit anderen Gründern Gold wert und spart viel Zeit.“

Jedem Studenten, der noch am Zweifeln ist, ob er den Schritt zur Unternehmensgründung wagen soll, möchte Eichenlaub einen Rat mit auf den Weg geben: „Einfach anfangen! Es gibt eigentlich nichts, was einen mehr begeistern kann, als etwas Eigenes zu machen.“

Montag, 13. März, 2017
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Meta Wolfsperger

Geschrieben von: Meta Wolfsperger
Meta Wolfsperger studiert am KIT Wissenschaft – Medien – Kommunikation und arbeitet als Autorin für clicKIT.