ARBEITSWELT

Startups aus dem KIT: corvolution GmbH

Bereits während ihres Studiums entwickelten die drei Gründer der corvolution GmbH, Silvester Fuhrhop, Stefan Lamparth und Malte Kirst, Pläne für ihr eigenes Unternehmen.

Fotos: corvolution

 

 

Das Team hat einen 20 Gramm leichten Sensor namens mesana entwickelt, der es Personen ermöglicht, sich von zu Hause aus einem zweitägigen Gesundheits-Check zu unterziehen. Dabei werden 16 Gesundheitswerte detailliert erfasst und in einem persönlichen Gesundheitsbericht bewertet. Hier sprechen die Gründer über die Idee, die Gründungszeit und die Zukunftsaussichten.

Wofür steht Ihr Unternehmen?
Die corvolution GmbH steht für Medizintechnik zum Gesundbleiben. Oder konkreter formuliert: Unser Schwerpunkt liegt in der Entwicklung medizintechnischer EKG-Sensorik. Mit mesana, einem Zweitages-Checkup, haben wir ein Produkt entwickelt, das Gesundheit visualisierbar macht. So kann der Anwender sehen, wo seine individuellen Stärken und Schwächen liegen, körperlich wie mental. Von Herzgesundheit über Schlaferholung bis hin zu Alltagsstress – mesana schaut genau hin und findet heraus, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht. Unser Anliegen: Der mesana-Checkup soll Menschen dabei unterstützen, Entscheidungen zu treffen, die ihre Gesundheit fördern und das eigene Wohlbefinden verbessern.

Wo und wie kam Ihnen die zündende Idee zur Gründung? Wie hat sich Ihr Gründungsteam zusammengefunden?
Die Idee, eine Firma zu gründen, ist uns bereits während des Studiums am KIT gekommen. Dort haben wir zum Thema Langzeit-EKG-Messungen am Institut für Technik der Informationsverarbeitung geforscht. Die Relevanz unserer Forschung wurde uns schnell klar, als folgender Fall eintrat: Ein Familienmitglied unseres Teams litt unter symptomatischen Herzrhythmusstörungen. Jedes Mal wenn diese auftraten, war kein EKG oder Arzt in Reichweite. So kamen wir schließlich auf die Idee, selbst eine EGK-Messung vorzunehmen und zwar dann, wenn die Herzrhythmusstörungen auch da waren, sprich zu Hause.

Das Ergebnis unserer Messung: Die Symptome waren ernst! Dank unserer Messdaten konnte die „Patientin“ noch rechtzeitig operiert werden. Hätte sie allerdings noch länger auf einen Termin beim Kardiologen gewartet, wären die Folgen nicht absehbar gewesen. Dieser Vorfall gab schließlich die Initialzündung für das, was wir heute sind: Ein Unternehmen, das mit seinem Produkt aus dem abstrakten Begriff Gesundheit etwas Persönliches, etwas Greifbares macht! Wir wollen jedem Menschen ermöglichen, seinen allgemeinen Gesundheitszustand zu Hause selbst zu überprüfen.

 

Weiter geht es mit Antworten auf folgende Fragen auf der Webseite der KIT-Gründerschmiede.

• Worin sehen Sie die Vorteile, Ihr eigener Chef zu sein?

• Welche Eigenschaften sollte man aus Ihrer Sicht als Gründer mitbringen?

• Wo sehen Sie die Hürden auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen? Wo haben Sie sich Unterstützung geholt?

• Wie sind Sie in der Gründungsphase mit dem höheren Arbeitsaufwand umgegangen?

• Haben Sie Tipps für andere junge Unternehmensgründer?

 

Montag, 22. Mai, 2017
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Tu-Mai Pham-Huu

Geschrieben von: Tu-Mai Pham-Huu
Tu-Mai Pham-Huu ist Redaktionsleiterin Crossmedia am KIT. Sie hat Psychologie in Heidelberg studiert und an der Burda Journalistenschule volontiert.