ARBEITSWELT, RAUSGESCHAUT

Start-up „Kolibri Games“: Millionen fürs Daddeln

Die kurze, aber beeindruckende Geschichte von Kolibri Games, ehemals Fluffy Fairy Games, begann 2016 am KIT. Unlängst erwarb der Videospielriese Ubisoft drei Viertel des Unternehmens. Es ist eine der größten Übernahmen in der deutschen Videospielbranche.

Fotos: Kolibri Games
Text: Sandra Wiebe

Erinnert ihr euch eigentlich noch an Fluffy Fairy Games? Die Ausgründung aus dem KIT heißt inzwischen Kolibri Games und hat nun den ganz großen Coup gelandet: Das Start-up wurde vom französischen Videospielkonzern Ubisoft übernommen – der Traum vieler Spieleentwickler.

Alles begann 2016 in einer Wohngemeinschaft in Karlsruhe. Hier fingen vier Studierende des KIT an, ein Spiel für das Smartphone zu entwickeln: Idle Miner Tycoon. Nach Bewerbungsgesprächen im Schlafzimmer und Meetings mit 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im riesigen Badezimmer war klar: Neue Büroräume mussten her – erst eine Büroetage am Rand der Karlsruher Innenstadt, dann ging es nach Berlin. Heute beschäftigt Kolibri Games dort rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Eine Erfolgsgeschichte: Mit Idle Miner Tycoon gelang Kolibri Games ein echter Hit, der in einer der größten Übernahmen der deutschen Videospielbranche mündete. (Screenshot: Kolibri Games)

Nach nur zwei Jahren erwirtschafteten die Mobilegames-Entwickler mit ihren Handyspielen 38 Millionen Euro Umsatz. Weitere zwei Jahre später erkannte Gaming-Riese Ubisoft das Potenzial des Start-ups und erwarb Anfang 2020 von den Gründern 75 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen für 118 Millionen Euro – eine der größten Übernahmen in der deutschen Videospielbranche. Drei der Gründer sind weiterhin mit an Bord.

Hier könnt ihr nochmal die Anfänge von Kolibri Games nachlesen.

Wenn ihr Unterstützung beim Gründen braucht, schaut doch mal bei der KIT-Gründerschmiede vorbei.

Donnerstag, 17. September, 2020
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