GESICHTER

Sechs Fragen an… Simon Hartmann

„Beyond Normal“ heißt der Vortrag, mit dem Simon Hartmann die Antrittsvorlesung zu seiner Professur für Bauplanung und Entwerfen am KIT bestritten hat. Jenseits des Üblichen ist auch die wechselseitige Durchdringung realer Bauprojekte einerseits und akademischer Vermittlung andererseits, wie Hartmann sie praktiziert.

Foto: Markus Breig
Redaktion: Justus Hartlieb


Nach dem Studium in Lausanne, Zürich und Berlin gründete er, gemeinsam mit zwei Partnern, ein in Basel ansässiges, weltweit tätiges Architekturbüro. Was ihn nicht davon abgehalten hat, immer wieder auch Dozenturen und Gastprofessuren wahrzunehmen; so in Yale, Harvard und, 2014, am KIT. Dort, am Institut für Entwerfen, Kunst und Theorie, ist er nun Hausherr statt Gast.

An meinem Fach faszinieren mich …
Simon Hartmann: … die Komplexität und die Variabilität der Problemstellungen und die Tatsache, dass Architektur ganz unmittelbar die Welt und die Gesellschaft verändert.

Vorausgesetzt, Sie hätten alle Möglichkeiten, was würden Sie erfinden?
Hartmann: Einen neuartigen architektonischen Typus, vergleichbar mit dem Theater, der Schule, dem Gerichtsgebäude etc.

Was vermissen Sie aus Ihrer Studienzeit am meisten?
Hartmann: Eine gewisse Planlosigkeit.

Meinen Studierenden rate ich …
Hartmann: …jeden Tag etwas Neues verstehen zu wollen.

Wenn ich nicht Professor geworden wäre, würde ich jetzt vielleicht …
Hartmann: … einfach mehr Zeit in meinem Architekturbüro HHF verbringen.

Energie tanke ich …
Hartmann: … am Kochherd.

Donnerstag, 18. Juni, 2020
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Geschrieben von: Justus Hartlieb