CAMPUS, GESICHTER

Sechs Fragen an Marc Eichhorn

Mit noch nicht einmal 40 Jahren steht Marc Eichhorn an der Schnittstelle zwischen Grundlagen- und Anwendungsorientierung als Professor am KIT. Das verspricht Synergien – auf Eichhorns Forschungsfeldern Photonische Materialien und Laseranwendungen ebenso wie bei seiner Arbeit mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs.

Foto: Manuel Balzer
Text: Justus Hartlieb


Nach Karlsruhe ist Marc Eichhorn über Stationen in Heidelberg, Freiburg und Hamburg sowie im Elsass (deutsch-französisches Forschungsinstitut Saint-Louis) gekommen. Doch auch in der Community der Fächerstadt ist der gebürtige Mannheimer kein Unbekannter: Seit 2008 lehrt er Laserphysik, seit 2012 Lasermesstechnik an der Karlsruhe School of Optics and Photonics des KIT. Seit April ist der habilitierte Experimentalphysiker und Laserspezialist Inhaber des neu eingerichteten Lehrstuhls für Optronik am Institut für Theoretische Elektrotechnik und Systemoptimierung. Sein zweiter Hut hängt im nahen Ettlingen: Am dortigen Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung leitet Eichhorn den Bereich Photonik und optronische Systeme.


Was wollten Sie als Kind werden?
Marc Eichhorn: Astronaut, Agent, Kommissar, Physiker – letzteres ist es dann auch geworden.

Welche Erfindung hätten Sie gerne gemacht oder würden Sie gerne machen?
Eichhorn: Natürlich den Laser oder den Wechselstrom – etwas, wovon die Welt auch noch nach Jahrzehnten oder Jahrhunderten profitiert. 

Vorausgesetzt, Sie hätten alle Möglichkeiten – was würden Sie erfinden?
Marc Eichhorn: Eine Art 3D-Drucker, der mir jegliche 3D-Struktur bis auf atomare Ebene nach Maß herstellen kann, und das über das ganze Periodensystem hinweg und in unter einer Stunde.

Mit wem würden Sie gern mal einen Tag lang den Job tauschen?
Eichhorn: Mit niemandem. Zum einen, weil mir Spaß macht, was ich tue. Zum anderen, weil oft ein Tag nicht ausreichen würde, um Dinge umzusetzen und die Erfolge seiner Arbeit zu sehen.

Was vermissen Sie aus Ihrer Studienzeit am meisten?
Eichhorn: Mich ohne störendes „Tagesgeschäft“ an einem Stück in ein Thema einzuarbeiten und dabei vieles Neues zu lernen.

Vollenden Sie den Satz: Ich tanke Energie …
Eichhorn: … mit jedem erfreulichen Moment.

Montag, 18. März, 2019
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Geschrieben von: Gastautor