RAUSGESCHAUT

Neu beim KIT SC: eSports

Video

eSports, also das Zocken von Videospielen auf Wettkampfniveau, war in Karlsruhe auf Vereinsniveau bisher nur über die Hochschulgruppe eSUKA – eSports United Karlsruhe möglich. Seit diesem Jahr ist eSports aber eine eigene Abteilung des KIT SC, wie auch Fußball, American Football, Basketball oder Lacrosse. Aber ist (Online-)Gaming überhaupt ein Sport? Mailine Schirmeister hat sich mit den Organisatoren getroffen und nachgehakt.

Fotos: Tanja Meißner
Video: KITSC eSports

 

Schon seit einigen Jahren waren die Gamer in der Hochschulgruppe eSUKA in Karlsruhe organisiert. Etwa 100 Spieler sind momentan aktiv, und es werden immer mehr. Das Interesse am wettbewerbsorientierten Zocken ist groß, wie Pavel Nefedov, Marketingvorstand des eSports-Vereins, bestätigt: „Wenn wir Flyer verteilen, merken wir, dass die Leute diese nicht nur annehmen, sondern manche sogar extra nochmal zurückkommen, um sich zu informieren.“

Aber – ist das wirklich Sport?

Als „richtiger“ Sport ist das Zocken noch nicht vollständig etabliert, das sehen selbst die meisten Mitglieder des eSports-Teams so. Trotzdem passe es sehr gut zum KIT SC. Alwin Pohl, Eventvorstand und KIT SC-Spieler, weiß warum: „Bei eSports geht es genauso um Spielzüge, Tabellenplatzierungen und Ligen ,wie beispielsweise beim Fußball.“ Der Wettkampfgedanke bei Videospielen überzeugte schließlich auch die Leitung des KIT SC, seit dem Sommersemester 2017 bietet der Sportverein des KIT nun eSports an. Vorerst besteht das Team aus zwölf Spielern; in Zukunft soll der Bereich aber weiter ausgebaut werden.

 


Warum der KIT SC?

Für eSUKA lief es gut: Viele Spieler, großes Interesse der Studierenden, erfolgreiche Wettkämpfe. Warum dann also zum KIT SC? Alwin Pohl ist sich sicher: „Einen Verein wie den KIT SC hinter uns zu haben ist natürlich ein Gewinn.“ Die Abteilung eSports wird zwar nicht von den Sponsoren des KIT SC unterstützt, aber so haben die Gamer einen Verein an der Seite, der hilft, organisatorische Strukturen zu schaffen und eSports in Karlsruhe noch erfolgreicher zu machen. Strukturen sind wichtig, denn es stehen einige Herausforderungen an: Sponsoren und Trainer werden gesucht, die Vereinsaufgaben müssen verteilt und passende Räume am KIT gefunden werden.

Wie läuft eSports überhaupt ab?

Gespielt wird beim KIT SC das Fantasy-Strategie-Spiel League of Legends, beim Team der Hochschulgruppe eSUKA sind aber auch andere Spiele dabei. Das Training findet zuhause am eigenen PC statt oder regelmäßig zusammen über Teamspeak. „Wir haben natürlich auch ein gemeinsames Training, um besser zu werden oder eine Taktik zu üben“, erklärt Alwin. Für die Zukunft wünscht sich das Team eine Möglichkeit, zusammen am KIT zu spielen: „Wir haben durch Teamspeak zwar Kontakt, aber es wäre noch praktischer, sich regelmäßig persönlich zu treffen. Bisher haben wir dafür noch keinen Raum, aber wir hoffen das ändert sich bald.“

Lust auf Zocken?
Regelmäßig stellen die Mitglieder des KIT SC eSports Veranstaltungen auf die Beine, beispielsweise Public Viewing von Spielen im Livestream am AKK oder Info-Veranstaltungen. Wer die Events verpasst hat, bekommt auch im Netz alles, was wichtig ist: Neben Facebook und YouTube hat die Gruppe eine eigene Webseite aufgebaut und hält euch hier regelmäßig auf dem neuesten Stand.

Mehr Infos gibt es hier.

 

Montag, 11. September, 2017
  RAUSGESCHAUT


Mailine Schirmeister

Geschrieben von: Mailine Schirmeister
Mailine Schirmeister studiert KulturMediaTechnologie an der Hochschule Karlsruhe. Sie arbeitet als Redakteurin für clicKIT und den Radiosender "Der Junge Kulturkanal“.