GESICHTER, RAUSGESCHAUT

Mit der digitalen Speisekarte durch die Corona-Pandemie

Mit dem Beginn der Corona-Pandemie musste sich die gesamte Gastronomie-Branche großen Herausforderungen stellen und Maßnahmen treffen, um den Betrieb weiterhin gewährleisten zu können. Zwei Studenten des KIT, Adis Heric (Informatik) und Moritz Barg (Maschinenbau), riefen das Start-up „Servier.bar“ ins Leben, um Restaurants dabei zu helfen, den Betrieb unter den gegebenen Auflagen einfacher und sicherer zu gestalten.

Text: Matthias Frank
Foto: Adis Heric, Servier.bar

„Im Zuge der Pandemie fiel uns auf, dass in Restaurants vor allem die Speisekarte einen häufig unterschätzten Übertragungsweg für Viren darstellt. Servier.bar soll die herkömmliche Speisekarte in Papierform ersetzen und dadurch zumindest einen Risikofaktor auszuschließen“, so die Gründer des Start-ups.

Servier.bar ermöglicht es Restaurants, Bars oder Clubs, ihre Speise- oder Getränkekarte online zu stellen. Die Webseite des Unternehmens erstellt einen für diese Karte spezifischen QR-Code, der beispielsweise auf einen Tischaufsteller oder Bierdeckel gedruckt wird. Die Gäste haben dann die Möglichkeit, diesen QR-Code von ihrem Sitzplatz aus zu scannen, und gelangen direkt zur Speisekarte. Neben einer anschaulichen Darstellung der Speisen und Getränke durch Bilder bietet die Online-Speisekarte die Möglichkeit, Speisen nach bestimmten Allergenen oder Inhaltsstoffen zu filtern. Zudem kann die Karte mit einem Klick in einer anderen Sprache angezeigt oder nach Lieblingsgerichten und -getränken durchsucht werden.

Genutzt wird der Service bereits von drei Unternehmen in Karlsruhe, die von ihren Kundinnen und Kunden durchgehend positive Resonanz zu der Online-Speisekarte bekommen. Neben der Bar „Paff Paff“ und dem „Cen Club“ wird die Online-Karte auch im „Zi Hotel & Louge“ als Roomservice-Karte eingesetzt. Noch steht das Start-up am Anfang und das nächste Ziel der zwei Studierenden besteht darin, weitere Prozesse wie das Bestellen oder Bezahlen in ihre Webseite zu integrieren und zusätzliche Gastronomiebetriebe zu finden, welche die QR-Speisekarte übernehmen wollen.

Anm. d. Red.: Der Beitrag wurde vor Bekanntgabe der jüngsten Corona-Verordnung und der damit einhergehenden Schließung gastronomischer Betriebe verfasst. Mitunter ist die Wirklichkeit schneller als ein Redaktionsplan… Die Jungs von Servier.bar bieten Restaurants aktuell ein gebührenfreies Feature an, mit dem Kundinnen und Kunden kostenlos Essen bestellen können.


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