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Maschinenbauer, Footballer, Hochschulmeister: Was Robert Honer aus den USA am KIT erlebt hat

Robert Honer lebt in Angola, Indiana in den USA. Er studiert an der Purdue University Maschinenbau und kam über das studentische Austauschprogramm GEARE für ein Semester ans KIT. Hier trat er gleich am ersten Tag dem Footballteam der KIT SC Engineers bei, streifte sich das Trikot mit der Nummer 95 über und wurde mit der Herrenmannschaft deutscher Hochschulmeister. Warum er gerade ans KIT kam, wie er seinen Aufenthalt in Karlsruhe empfunden hat und was er mit dem Footballteam verbindet, erzählt Robert unserer Autorin Sandra Wiebe.

Fotos: Timothée Kammies
Text: Sandra Wiebe

 

Wie bist du ins Footballteam der KIT SC Engineers gekommen?
Ich bin gleich in meiner ersten Woche am KIT bei den KIT SC Engineers eingetreten. Ich spiele seit der High School Football. Ein Spieler der Engineers verteilte Flyer in der Nähe des AKK, um Zuschauer zu den Spielen zu locken. Er fand zusätzlich einen neuen Teamkollegen – und ich gleich in der ersten Woche neue Freunde. Das hat mir den Start in einer fremden Stadt, an einer fremden Uni so weit weg von zu Hause sehr erleichtert. Ich werde die Jungs vermissen und hoffe, dass auch andere Studenten aus dem GEARE-Austauschprogramm bald dem Team beitreten werden.

 

Warum bist du gerade nach Karlsruhe ans KIT gekommen?
Über das Austauschprogramm GEARE kam ich nach Karlsruhe, um Maschinenbau zu studieren. Zwischen dem KIT und meiner Heimatuniversität, der Purdue University, besteht eine gute Beziehung, die das Studium im Ausland vereinfacht hat. Außerdem war ein Freund von mir vor drei Jahren ebenfalls am KIT und erzählte mir von seinen positiven Erfahrungen. Nachdem ich nur Gutes über seine Reise gehört hatte, war ich sofort interessiert.

 

Voller Körpereinsatz bei dem Spiel gegen die Biberach Beavers: Robert Honer (Nr. 95) macht seinen Gegnern das Leben schwer.

 


Was sind für dich die größten Unterschiede zwischen der Uni in den USA und der Uni in Deutschland?
Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden Universitäten ist das Benotungssystem. In Purdue gibt es wöchentliche Aufgaben und Zwischenprüfungen. Am KIT hatten alle meine Kurse nur eine Abschlussprüfung. In einigen Seminaren mussten wir schriftliche Prüfungen ablegen, in anderen aber auch mündliche Prüfungen oder technische Zeichnungen abgeben.

 

Welche Erfahrungen über Deutschland nimmst du mit nach Hause in die USA?
In Erinnerung bleiben mir vor allem die vielen Menschen, die ich unterwegs getroffen habe. Ich traf Studierende aus ganz Deutschland und aus dem Ausland, die zusammen mit Einheimischen am KIT studieren wollten. Dies führte zu spannenden Abenteuern wie dem Besuch von Festivals rund um Karlsruhe, des Europa-Parks und Ausflügen zu verschiedenen Seen und Stränden in der Umgebung.

 

Robert Honer (dritter von links) gewinnt mit den KIT SC Engineers den UniBowl 2018.

 


Hast du Tipps für Studierende aus dem Ausland?
Ich möchte jeden, der sich für ein Auslandssemester entscheidet, ermutigen, dem Land, den Leuten, der Universität und der Kultur offen zu begegnen. Sie sollen mit Fremden sprechen und sich ihre Geschichten anhören. Es ist nicht immer einfach, in einer fremden Umgebung zu leben, aber es gibt so viel zu gewinnen.

 

GEARE – Global Engineering Alliance for Research and Education – ein studentisches Austauschprogramm zwischen der Purdue University, der Jiao Tong University in Shanghai und dem KIT
Unter dem Projektnamen GEARE haben ursprünglich die Purdue University – School of Mechanical Engineering und die Fakultät für Maschinenbau des KIT ein studentisches Austauschprogramm entwickelt, um bestehende traditionelle Studiengänge zu internationalisieren und Kompetenzen für Entwicklungstätigkeiten an internationalen Firmenstandorten aufzubauen.

Heute bezeichnet GEARE eine Kooperation des KIT mit den Universitäten Purdue (USA) und Shanghai (China). Studieren im internationalen Team, Erfahrung sammeln in Entwicklungsabteilungen deutscher Firmen, die im Ausland tätig sind und die Anerkennung der im Ausland erbrachten Prüfungsleistungen am KIT sind wesentliche Aspekte des GEARE-Austauschs.

Das IPEK – Institut für Produktentwicklung des KIT bietet dieses Austauschprogramm für Studierende der Bachelor Studiengänge Maschinenbau und Mechatronik im dritten Semester an.

 

Auch Lust, mal auf einem anderen Kontinent zu studieren? Informiere dich jetzt über die Möglichkeiten:

GEARE
International Students Office (IStO)

 

Montag, 24. Dezember, 2018
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Geschrieben von: Sandra Wiebe
Sandra Wiebe studierte Germanistik am KIT und ist seit Juli 2017 als Volontärin in der Abteilung Strategische Entwicklung und Kommunikation – Gesamtkommunikation am KIT angestellt.