ARBEITSWELT, STUDIUM

Lebensmittelbranche: Wurst, Käse, Bier und Co

Wer schon immer davon geträumt hat, seine eigene Biersorte zu entwickeln, ein Eis zu kreieren, das niemals schmilzt oder ganz genau wissen will, wieso alle Gummibärchen exakt gleich groß sind, sollte einen Job in der Lebensmittelbranche in Erwägung ziehen.

Foto: photocase
Text: Lena Scheuermann

 

Mit einem Jahresumsatz von rund 171 Milliarden Euro (Stand 2016), ist die Lebensmittelindustrie momentan die drittstärkste Industrie Deutschlands. In mehr als 5 900 Betrieben arbeiten die rund 570 000 Beschäftigten daran, den alltäglichen Lebensmittelbedarf der deutschen Bevölkerung zu decken. Dabei beschränkt sich die Lebensmittelproduktion aber nicht nur auf den heimischen Vertrieb: Konsumenten auf der ganzen Welt sind begeistert von den qualitativ hochwertigen Produkten „made in Germany“: Derzeit liegt die Exportquote bei rund 33 Prozent.

Zu den umsatzstärksten Branchen der Lebensmittelindustrie zählen neben der fleischverarbeitenden und der Milchwirtschaft auch die Süß- und Backwarenindustrie. Ebenfalls unter den Top 5 der branchendominierenden Wirtschaftszweige, findet sich die Alkoholindustrie, welche die Deutschen jährlich mit rund 95 Hektolitern Bier versorgt.

 

Viele Wege führen in die Lebensmittelbranche
Wer sich für eine berufliche Laufbahn in der Lebensmittelbranche entscheidet, hat die Qual der Wahl: Egal ob Lebensmittelchemie, Ernährungswissenschaften, Brauwesen oder Lebensmitteltechnologie – bei der Wahl des richtigen Studiengangs sind die Möglichkeiten vielfältig. Bachelor- und auch weiterführende Masterstudiengänge vermitteln die wichtigen Grundlagen in den Bereichen Lebensmitteltechnik, -verarbeitung und -herstellung.

 

Auch Quereinstiege sind möglich
Der gewählte Studiengang stellt die Weichen für die späteren Tätigkeitsfelder und Arbeitsgebiete in der Lebensmittelwirtschaft: Von der Qualitätssicherung über die Lebensmittelverarbeitung bis hin zu Produktentwicklung, Beratung, Vermarktung und dem Job des Braumeisters sind alle Berufsperspektiven denkbar. Quereinstiege in die Lebensmittelbranche sind ebenfalls möglich, allerdings sollten sich Quereinsteiger in diesem Bereich entsprechend fortbilden, um den Einstieg in die Branche zu erleichtern.

 

Berufsaussichten vielversprechend
Obwohl die Ernährungsindustrie von einigen großen, häufig international agierenden Branchenriesen wie Nestlé, Unilever oder P&G dominiert wird, ist sie dennoch durch einen hohen Anteil an mittelständischen Unternehmen geprägt. Dort sind die Berufsaussichten vielversprechend, denn gegessen und getrunken wird immer. Mit einem Einstiegsgehalt von durchschnittlich 36 000 Euro brutto bewegt sich die Lebensmittelbranche dabei im Mittelfeld. Je nach Abschluss und Wirtschaftszweig kann diese Zahl aber noch nach oben erweitert werden. Genauere Informationen findet ihr unter www.foodjobs.de/Einstiegsgehalt-in-der-Lebensmittelbranche.

 

Übrigens: Am KIT gibt es den Studiengang Lebensmittelchemie (Bachelor und Master).

Montag, 31. Dezember, 2018
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Lena Scheuermann

Geschrieben von: Lena Scheuermann
Lena Scheuermann studiert Germanistik und Medientheorie/-praxis am KIT und arbeitet als Autorin für ClicKIT.