ARBEITSWELT, STUDIUM

Leadership Talent Academy: Förderprogramm für Führungspersönlichkeiten von morgen geht an den Start

Die Karriereleiter erklimmen und oben eine gute Figur abgeben? In der „Leadership Talent Academy“, die gerade zum ersten Mal stattfindet, könnt ihr lernen, wie das geht.

Text: Aileen Seebauer
Foto: Markus Breig, KIT

Ob Pandemiepläne erstellen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Home-Office betreuen oder einfach nur deren ganzen Frust abbekommen: Menschen in Führungspositionen müssen gerade so einiges schaukeln. Was eine gute Führungspersönlichkeit auszeichnet und wie man seine eigenen Potenziale am besten ausschöpft, das können Promovierende und Masterstudierende aus den Ingenieurs- und Naturwissenschaften in der „Leadership Talent Academy“ lernen. Das Angebot, das vom KIT-Career-Service in Kooperation mit der Karl Schlecht Stiftung  entwickelt wurde, findet derzeit zum ersten Mal statt. „Das Programm zielt vor allem auf eine werteorientierte Persönlichkeits- und Karriereentwicklung von zukünftigen Führungskräften ab“, sagt Nadine Ketterer vom KIT, Projektleiterin des Programms. „Die Teilnehmenden erhalten die Möglichkeit, die eigenen Stärken und Potenziale zu analysieren und untereinander ein Netzwerk aufzubauen.“

An zehn Workshop- und Seminartagen beschäftigen sie sich mit verschiedenen Themen von Persönlichkeitsentwicklung über Geschäftsethik bis hin zu Unternehmertum. Für einen Teil der Teilnehmenden schließt sich eine siebentägige Akademiewoche „Führung und Persönlichkeit“ an. Abgerundet wird das Programm durch ein individuelles Coaching-Angebot sowie Alumni-Veranstaltungen.

Einfühlvermögen und ein ethischer Kompass sind gefragt

„Der Gedanke, als Führungspersönlichkeit Verantwortung zu übernehmen, die Zukunft aktiv mitzugestalten und mich für meine Mitmenschen einzusetzen, treibt mich an“, sagt Benedikt Geiger, der am KIT im 2. Mastersemester Elektro- und Informationstechnik studiert. Am Seminar begeistere ihn vor allem die Leitidee des Förderers der Karl Schlecht Stiftung: die Verbesserung von Führung in Business und Gesellschaft durch humanistische Werte. An den drei Modulen „Career Inside Yourself“, „Good Leadership“ und „Business Ethics“ hat er bereits teilgenommen – die restlichen Module folgen noch. „Bisher waren alle Module sehr bereichernd. Am besten gefallen hat mir das Auftaktmodul zur Persönlichkeitsentwicklung“, sagt Benedikt. Dem schließt sich Thilo Richter, Promovierender an der Fakultät für Maschinenbau am Institut für Produktentwicklung des KIT und ebenfalls Teilnehmer an dem Programm, an. „Für besonders wertvoll erachte ich darüber hinaus das zweiteilige Modul ‚Search Inside Yourself‘ zur einfühlsamen Interaktion mit dem eigenen Umfeld“, meint Thilo.

Auch er könnte sich kurz vor seinem Start ins Berufsleben vorstellen, in einer Führungsposition tätig zu sein. „Ich sehe mich als Führungskraft von morgen, da es mich begeistert, das Individuum und das Team zur Höchstleistung zu bewegen.“ Er nimmt an dem Programm teil, weil er herausfinden möchte, wie er seine Potenziale im Berufsalltag optimal einsetzen kann. „Zusätzlich ist es wichtig, ein Netzwerk aufzubauen, sich mit anderen Teilnehmenden, Referentinnen und Referenten auszutauschen.“ Allerdings hält er nicht viel von einer Karriere zum reinen Selbstzweck: „Ich möchte einmal einen sichtbaren Mehrwert in der Welt schaffen und etwas tun, an das ich glaube.“ So ticken sie eben, die Führungspersönlichkeiten von morgen.

Weitere Infos unter:

https://www.irm.kit.edu/Leadership_Talent_Academy.php


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Geschrieben von: Denis Elbl