CAMPUS, GESICHTER, RAUSGESCHAUT

Klimaschutz für die Ohren

Die Klimadebatte erhitzt die Gemüter – und eskaliert in sozialen Medien regelmäßig in Wortgefechten ohne Erkenntnisgewinn. Dass es auch anders geht, das zeigen die Studierenden Julian Ulrich und Felix Zechiel mit ihrem Podcast „KlimaKanal“. Zweimal im Monat berichten sie dabei in einer neuen Folge über Lösungsansätze  – differenziert, ganzheitlich und ohne Schaum vor dem Mund.

Text: Martin Heidelberger
Foto & Abbildung: Pia Hinz, Julian Ulrich, Felix Zechiel


„Individualverkehr der Zukunft – Batterie oder Brennstoffzelle?“ – so haben die beiden Studierenden Julian Ulrich und Felix Zechiel die neuste Folge ihres Podcasts „KlimaKanal“ benannt. Zu Gast ist diesmal Professor Martin Doppelbauer vom Elektrotechnischen Institut (ETI) des KIT und diskutiert wird die Frage, was mehr Sinn ergibt in Sachen Klimaschutz: Brennstoffzellenfahrzeuge oder pure Elektromobilität? Vor der Kontroverse drücken sich die „KlimaKanal“-Macher also nicht. Aber immer geht es um Lösungsansätze, Argumente und den Blick nach vorne.

Überblick bewahren im Dschungel der Argumente
Julian Ulrich studiert Maschinenbau am KIT und er berichtet im Gespräch mit clicKIT, dass er dabei immer wieder mit widersprüchlichen und festgefahrenen Positionen konfrontiert wird. Sein Podcast-Kollege Felix Zechiel studiert Management an der Universität Hohenheim und hat Ähnliches beobachtet: „Uns ist aufgefallen, dass beim Ringen um die besten Antworten oft wenig differenziert wird. Meistens treffen hier einseitige Positionen aufeinander.“ Mit dem „KlimaKanal“ – mal mit und mal ohne einen wissenschaftlichen Gast – wollen die beiden Podcaster dagegenhalten. „Wir berücksichtigen sowohl technologische, gesellschaftliche, wirtschaftliche als auch politische Perspektiven. Und wer unsere Folgen anhört, der bekommt es garantiert auch mit Argumenten der Gegenseite zu tun. Letzten Endes ist es das Ziel, unseren Hörerinnen und Hörern gute Lösungen für das Klima abseits von den teils undifferenzierten und polarisierenden Aussagen im Netz aufzuzeigen“, so Felix Zechiel. „Transparenz ist uns hier wichtig. Unsere zentralen Quellen sprechen wir im Podcast an oder twittern diese danach, damit klar ist, woher die ganzen Zahlen und Fakten kommen.“

Gestartet hätten sie das Projekt gezielt für junge Hörerinnen und Hörer, sagt Julian Ulrich: „Es sind ja junge Leute, die in erster Linie von der Klimaveränderung betroffen sind. Ihnen wollen wir die Möglichkeit geben, sich fundiert mit spezifischen Lösungsansätzen auseinanderzusetzen und die jeweiligen Argumente abzuwägen.“ Der Fokus liegt dabei auf den Themen Energie und Mobilität – denn diese sind in Deutschland für ca. 85% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Aber auch die Ursachen des Klimawandels, Fragen der Ernährung, des Konsums oder einer nachhaltigen Wirtschaft sind Thema.

Hier geht es zum Podcast:
Den „KlimaKanal“ gibt es auf allen gängigen Podcast Plattformen und auf
www.anchor.fm/klimakanal  

Donnerstag, 25. Juni, 2020
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Martin Heidelberger

Geschrieben von: Martin Heidelberger