RAUSGESCHAUT

Karlsruhes nachhaltigste Burgerbude

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DeliBurgers ist ausdrücklich kein Restaurant. Trotzdem wird dort besonders auf die Verwendung von nachhaltigen, regionalen und vor allem hausgemachten Zutaten geachtet. Sarah Mall ließ sich von Gründer und Inhaber Lukas Möller zeigen, wie man einen Burger gekonnt mit der Hand isst.

Fotos: Sandra Göttisheim

 

Im Burgerladen in der Akademiestraße geht es bodenständig zu: Es gibt aus Platzgründen keine Kundentoilette, dafür aber ein Waschbecken in der Mitte des Raums. Nach der Burgerschlacht können hier Hände und Gesicht entfettet werden. Die Holzeinrichtung ist rustikal und trotz Imbisscharakter gemütlich. Zum Tresen führen einige Stufen nach oben, hier wird mit Blick auf die offene Küche bestellt und später auch selbst abgeholt. Fünf Standard- und ein Aktionsburger, mindestens einer davon vegetarisch, stehen zur Auswahl, dazu Pommes.

 

 

Alles home made, saisonal und regional

Lukas Möller nimmt den Begriff „home made“ wörtlich: „Wir machen nicht nur die Pattys selbst, sondern stellen auch Ketchup und Mayo von Grund auf her, legen Gurken und Zwiebeln ein und brauen unseren Eistee.“ So werden künstliche Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und Tiefkühlware vermieden. Auch Regionalität war dem 30-Jährigen bei der Auswahl der Lieferanten und Produkte sehr wichtig: „Die Grundrezepte basieren auf Zutaten, die konstant in guter Qualität zu haben sind. Tomaten gibt es eben nur auf unseren Burgern, solange Saison ist und sie auch nach Tomaten schmecken.“ Diese Nachhaltigkeit zieht sich durch das gesamte Ladenkonzept: Wer sich zum Beispiel wundert, warum die Pommesportionen so klein sind – es soll nichts weggeworfen werden. Wirklich Hungrige dürfen aber noch einmal nachholen.

 

DeliBurgers

 

Der Chef liebt Burger

Lukas Möller hat seine Ausbildung zum Koch abgebrochen, weil der Ausbildungsbetrieb nicht passte. Nach einem Abstecher in die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung hat er Ende 2015 seinen gastronomischen Traum erfüllt und DeliBurgers eröffnet. Sein Favorit ist der DeliBurger mit Zwiebel-Relish und Bacon. „Einige Mitarbeiter haben hier mittlerweile schon nachgelassen, ich esse immer noch jeden zweiten Tag einen Burger. Das Produkt ist eben sehr vielseitig. Aber ich bin auch einfach Burgerfan.“ Wie man die Fleischbrötchen nun gesellschaftsfähig isst? Jeweils mit Ring- und kleinem Finger unten fest drücken – so bleibt alles, wo es soll.

Mehr Info auf der Deliburgers Website.

Montag, 31. Oktober, 2016
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Sarah Mall

Geschrieben von: Sarah Mall
Sarah Mall hat zuerst Übersetzung, dann Kultur- und Medienwissenschaft studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin und Texterin in Karlsruhe.