CAMPUS

Jagdszenen in Innenstädten: Pokémon Go

Etliche Menschen sitzen vor dem Karlsruher Schloss auf den Stufen, um den Brunnen herum und auf der Wiese. Von weitem könnte man denken, sie unterhalten sich gemütlich, genießen die Sonnenstrahlen oder machen ein Picknick. Wenn man sich ihnen nähert muss man jedoch feststellen: Sie alle konzentrieren sich nur auf ihre Handys. Niemand redet. Was ist da los?

Foto: Manuel Balzer

 

Den Hype um Pokémon Go diesen Sommer hat jeder mitgekriegt. Überall sind Menschen unterwegs, die auf ihre Handys starrend durch die Gegend laufen oder sich an besonders stark frequentierten Orten aufhalten, um in der virtuellen Welt die kleinen Wesen namens Pokémons einzufangen.
Im Juli 2016 brachte der Spielehersteller Nintendo die Pokémon Go-App auf den Markt. Die App hat weltweit so sehr eingeschlagen wie lange keine andere. Allein in Deutschland wurde das Spiel in den drei Monaten seit deren Erscheinen bereits knapp acht Millionen Mal heruntergeladen. Das sind rund elf Prozent der deutschen Bevölkerung. Und obwohl die Spielerzahlen im August deutlich zurückgegangen sind, spielen immer noch ungefähr 30 Millionen Nutzer weltweit täglich Pokémon Go.

Aber worin liegt die Begeisterung für dieses Spiel? Bei Pokémon Go müssen die Spieler sich in der echten Welt bewegen, um Pokémons zu fangen. Über das GPS des Smartphone wird geortet wo sich der Spieler befindet, was dann innerhalb der App auf der Karte ersichtlich ist. So kann der Spieler erkennen, wo er ist und wo sich um ihn herum Pokémons finden lassen. Um diese zu fangen braucht der Spieler Pokébälle, die er an Sehenswürdigkeiten und Denkmälern sammeln kann. Diese sind im Spiel als sogenannte Poké-Stops erfasst. Um im Spiel voranzukommen, ist es tatsächlich erforderlich, dass der Spieler viel läuft. Wer zum Beispiel ein Ei findet, muss erst einige Kilometern zurücklegen, bis daraus ein Pokémon schlüpft. Indirekt können Spieler auch gegen andere spielen. Dazu setzen sie ihre Pokémons in Arenen ab, in denen diese dann gegeneinander antreten können.

Grundsätzlich ist Pokémon Go kostenlos. Wer will, kann jedoch über In-App-Käufe sein Equipment ergänzen. Die App verbraucht zwar nicht viel vom Datenvolumen, jedoch viel von der Akkulaufzeit. Um vorzubeugen, dass das Handy unterwegs plötzlich ausgeht, haben viele Spieler portable Ladestationen dabei.

Um diesen Hype selbst mitzuerleben, habe ich mich mit einem erfahrenen Pokémon Go-Spieler zusammen selbst auf die Jagd nach Pokémons auf dem KIT Campus Süd begeben. Auf der untenstehenden Karte ist zu sehen, welche Pokémons wir fangen konnten, welche Poké-Stops wir auf unserer Route über den Campus gefunden haben und welche Arenen es dort gibt.

 

 

karte-pokemongo_wp

 

Poké-Stops: (blau)

1) Wasserrrad am AKK
2) Kopf vor der Fachbibliothek Chemie
3) Hochdruckreaktor zur Ammoniaksynthese
4) Bernhard Heiliger – Traum IV
5) Lübke Statue
6) Kant-Gymnasium
7) Fakultät Mathematik am KIT
8) Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung
9) KIT-Center for Entrepreneurship
10) Institut für Elektroenergiesysteme und Hochspannungstechnik
11) Dampflokomotive
12) Altes Bauingenieurgebäude
13) Botanisches Institut am KIT
14) Große Maschine
15) Bücherbox vor dem Studentenhaus
16) Studentenhaus
17) Mensa am Adenauerring
18) KIT-Bibliothek
19) Wizzard Graffiti
20) KIT-Blumenbeet
21) KIT-Triade
22) Tribüne des alten Stadions

Arenen: (grün)

1) KIT-Säule
2) Rolf-Lederbogen-Struktur

Pokémon: (orange)

1) Traumato
2) Traumato
3) Traumato
4) Mauzi
5) Traumato
6) Pikachu
7) Traumato
8) Rattfratz
9) Traumato
10) Habitak
11) Traumato
12) Muchas
13) Nebulak

 

 

_d0k0027_wp

Freitag, 2. September, 2016
  CAMPUS


Meta Wolfsperger

Geschrieben von: Meta Wolfsperger
Meta Wolfsperger studiert am KIT Wissenschaft – Medien – Kommunikation und arbeitet als Autorin für clicKIT.