ARBEITSWELT

Geld sparen mit Wechselfuchs

Dominik Schreiber studiert im 10. Semester Wirtschaftswissenschaften am KIT und ist Geschäftsführer des Startups Wechselfuchs UG. Das Geschäftsmodell: Verbraucher sparen Geld, indem sie jährlich ihren Strom-und Gasanbieter wechseln. Nina Steinhübel hat mit ihm über seinen Weg in die Selbstständigkeit gesprochen.

Fotos: Markus Breig

Die Idee zu Wechselfuchs entstand 2011 im Rahmen eines Seminars. Dominik Schreiber und sein Bruder traten die Geschäftsführung an, als die ursprünglichen Gründer ins Ausland gingen. Seitdem haben sie deutschlandweit über 1000 Strom-und Gasanbieterwechsel mit ihrem Startup durchgeführt. „Unsere bisherige Erfahrung zeigt aber, dass immer noch viele Menschen Angst vor einem Wechsel haben. Sie denken, dass es nur Probleme gibt und sie am Ende ohne Strom dastehen. Diese Angst wollen wir ihnen nehmen“, erzählt Dominik Schreiber. Wechselfuchs bietet seinen Kunden dafür eine Komplettbetreuung an. Die Mitarbeiter beraten Neukunden, bei welchem seriösen Anbieter sie möglichst viel sparen können und informieren Bestandskunden, wenn ein neuer Energieanbieter mit besseren Konditionen zur Verfügung steht. Sie kümmern sich um den administrativen Aufwand und sorgen für einen stressfreien Wechselablauf. Darüber hinaus nehmen sie Kontakt mit den einzelnen Strom-und Gasanbietern auf, wenn es zu Komplikationen bei einem Wechselvorgang kommt. „Wir übernehmen den gesamten Aufwand für den Kunden; er muss sich also um nichts mehr kümmern“, erklärt der Geschäftsführer. Als Provision erhält Wechselfuchs dafür 20 Prozent von der jährlichen Gesamtersparnis des Kunden.

Dominik Schreiber - Geschäftsführer des Startups Wechselfuchs

Geschäftsführung und Studium sind eine Herausforderung: Ein gutes Zeitmanagement ist gefragt, wenn es darum geht Privatleben, Uni und Startup miteinander zu vereinbaren. Auch wenn es eine große Aufgabe sei, würde Dominik Schreiber jedem raten, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Sein Tipp: „Wenn man eine gute Idee hat – einfach machen! Wenn‘s schief geht, geht’s schief, aber man sollte es auf jeden Fall probieren und sich nicht von anderen entmutigen lassen“. Für die Zukunft wünscht er sich, dass er mit Wechselfuchs richtig durchstarten und irgendwann davon leben kann. „So schnell wird das zwar nicht passieren, aber ich bin sicher, dass die Idee von Wechselfuchs großes Potential für die Zukunft hat.“

Zusätzlicher Hinweis:
Studierende, die sich gerne selbstständig machen möchten, können sich am KIT bei Hochschulgruppen wie der Pioniergarage oder dem Cyberforum beraten lassen.

Auch die KIT Gründerschmiede begleitet Studierende von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Gründung mit einem Team aus erfahrenden Gründerberatern.

Montag, 3. Oktober, 2016
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Nina Steinhuebel

Geschrieben von: Nina Steinhuebel
Nina Steinhübel studiert Wissenschaft – Medien – Kommunikation am Karlsruher Institut für Technologie. Seit Mai 2015 ist sie als freie Redakteurin für clicKIT tätig.