STUDIUM

Einen Draht zu Gott

Mehr als 100 Studierende treffen sich regelmäßig, um ungezwungen ihren christlichen Glauben zu leben. Roya Hauck hat die Gruppe besucht.

Foto: Privat

Donnerstagabend, Viertel nach acht im Veranstaltungsraum der Walhalla-Kneipe in der Karlsruher Südstadt. Die vielen Fahrräder vor dem Gebäude weisen schon darauf hin: Hier ist etwas los. In dem recht großen und bestuhlten Festsaal treffen sich regelmäßig zwischen 100 und 140 junge Christen aus verschiedenen Karlsruher Hochschulen und Gemeinden. Ihr Wunsch und Ziel: „Gott entdecken, Jesus kennenlernen“, so der 26 Jahre alte Maschinenbau-Masterstudent Jonathan. Seit fünf Jahren ist er in der Hochschulgruppe Studenten für Christus (SfC) aktiv. Ihm sei das wichtig, was die Gruppe vermitteln wolle: ein aktueller und gelebter Glaube fernab von der verstaubten, rein äußerlichen Form. SfC, sagt Jonathan, biete eine Plattform, auf der man Gott in der Gemeinschaft mit anderen Gläubigen kennenlernen könne: „Hierzu ist jeder herzlich eingeladen.“ Aber wie sieht das in der Praxis aus – mit Gott in Kontakt treten, einen Draht zu ihm aufbauen? Ein Lobpreisteam leitet die Studierenden dabei an, über Musik mit Gott zu kommunizieren. Wer sich nun altmodische Choräle vorstellt, irrt sich. Es sind fetzige Lieder, die donnerstags durch den Kneipennebenraum hallen. Inhalt der Songs sind Gebete. Auch die anschließende Predigt verstehen die Studierenden als ungezwungene Form der Kommunikation. Nach dem Gottesdienst ist dann Zeit für die Kommunikation untereinander. SfC ist ein bunt gemischter, großer Haufen, „in dem man sehr schnell Anschluss findet“, sagt Jonathan.

Mittwoch, 15. Juni, 2016
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Sarah Mall

Geschrieben von: Sarah Mall
Sarah Mall hat zuerst Übersetzung, dann Kultur- und Medienwissenschaft studiert. Sie arbeitet als freie Journalistin und Texterin in Karlsruhe.