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Eine neue Wand für die Schimpansen

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Die Außenanlage für die Schimpansen im Karlsruher Zoo soll eine neue Rückwand bekommen. Architekturstudierende des KIT haben sie entworfen, im Juli haben sie wesentliche Elemente im Architekturlabor in der Westhochschule fertiggestellt.

Fotos: Andreas Drollinger
 
 
Damit schlossen die Studierenden ein Seminar ab, in dem sie sich theoretisch und experimentell mit dem Material Stampflehm beschäftigten. „Ein großer Teil der Studierenden hat den festen Willen, die Wand vor Semesterbeginn im Oktober im Zoo zu errichten“, sagt Seminarleiter Sebastian Niemann vom Fachgebiet Gebäudelehre der KIT-Fakultät für Architektur. Den Plan, ihren Entwurf schon im Juli im Zoo umzusetzen, mussten die Studierenden aufgeben, weil ein Sponsor abgesprungen sei, so Niemann. Für die 30 Meter lange und zwei Meter hohe Wand, die eine Tiefe von 40 bis 80 Zentimetern aufweisen und selbsttragend sein soll, würden um die 40 Tonnen Lehm benötigt. „Wir haben den traditionellen Baustoff Lehm vorab ausgewählt, weil er einerseits über hohe ökologische Qualitäten verfügt und andererseits vergleichsweise einfach zu verarbeiten ist“, erklärt der Seminarleiter.
 


 
Im April hatten die Studierenden mit der Arbeit begonnen. Sie experimentierten mit Stampflehm und besuchten den Zoo, um herauszufinden, was die Schimpansen brauchen und womit sie sich beschäftigen. Die Studierenden tauschten sich mit der Leitung des Zoos Karlsruhe aus, lernten die Schimpansen kennen und sprachen mit deren Pflegern. Im Mai legten sie ein Probestück aus Stampflehm in das Gehege, wo die drei Schimpansen es begutachteten.

Mehr als 40 Bachelor- und Masterstudierende nahmen an dem Projekt teil. Acht Teams entwickelten Entwürfe, die Jury mit Vertretern der KIT-Fakultät und des Zoos entschied sich für eine Lehm-Formation, die sich in den Besucherbereich hereinschlängelt. Der Siegerentwurf stammte von Vanessa Bausch, Tamara Wissel, Peter Trauth und Alonso Cipola.
 


 
Die Fachgebiete Gebäudelehre und Bautechnologie an der KIT-Fakultät für Architektur kooperierten bei dem Projekt mit dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe, der Karlsruher Fächer GmbH, der Heinrich-Hübsch-Schule, Quick Mix und der Lehm Ton Erde GmbH.

Montag, 15. August, 2016
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Klaus Rümmele

Geschrieben von: Klaus Rümmele
Klaus Rümmele hat über Text-Bild-Beziehungen promoviert und ist am KIT verantwortlich für Internationale Kommunikation.