CAMPUS

„Der Campus des KIT soll zum Karlsruher Dörfle dazugehören“

Werner Uher ist Leiter des Fachbereiches „Bauprojekte und Immobilien“ am KIT. Zusammen mit seinem Team plant und realisiert er neue Bauprojekte an den Standorten. Mit Nina Steinhübel hat er über die aktuellen Bauvorhaben am Campus Süd gesprochen.

Foto: Manuel Balzer

 

 

Viele große Karten und Excel-Listen liegen vor Werner Uher auf dem Tisch. „Ich habe eine Zusammenfassung all unserer Projekte mitgebracht“, erzählt er. „Wir bewältigen in der Regel zehn große, und mit allen Kleinprojekten zusammen um die 100 Bauprojekte pro Jahr. Pro Projekt dauert der gesamte Genehmigungsprozess ungefähr fünf Jahre.“ Dabei sei das übergeordnete Ziel aller Projekte, sämtliche extern angemietete Flächen in den Campusbereich zurückzuführen und die Altbauten brandschutztechnisch zu sanieren.

Das Chemiegebäude zählt als Dauerbrenner aktuell zu einem der größten Projekte am Campus Süd. Seit mehreren Jahren wird hier gebaut und renoviert. Der zweite Chemieturm wurde im Mai fertiggestellt, weiter geht es dann 2017/2018 mit dem Eingangsbereich bei der Cafeteria. „In dieser Zeit kommt es zu Beeinträchtigungen für die Studierenden, da die Praktikabereiche während der  Sanierungsarbeiten in andere Räumlichkeiten verlagert werden und Hörsäle teilweise nicht genutzt werden können“, kündigt Werner Uher an.

Ein anderes wichtiges externes Projekt sind die Bauten der Klaus Tschira Stiftung, die auf dem Grundstück zwischen der Botanik und dem ehemaligen Kinderklinikum gegenüber der Bibliothek entstehen. Nach der Fertigstellung wird dem KIT eines dieser Gebäude umsonst übergeben und neue Mietflächen angeboten. In diese Gebäude sollen dann hauptsächlich die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften ziehen. „Das Projekt wird derzeit in der Stadt Karlsruhe und bei den Anwohnern des Gebietes heiß diskutiert, weil viele sich gegen die Bebauung wehren“, erklärt Werner Uher.

Er persönlich wünscht sich, dass es noch mehr Anstrengungen gibt, den Altbaubestand auszulagern und die Verbindung von Campus Süd und Stadt zu verbessern. Lachend meint er: „Ich würde mich freuen, wenn die Grenze zwischen dem Durlacher Tor am Adenauerring und dem Kerncampus beseitigt wird und dadurch der Campus dann endlich richtig zum Karlsruher Dörfle dazugehört.“

Freitag, 24. Juni, 2016
  CAMPUS


Nina Steinhuebel

Geschrieben von: Nina Steinhuebel
Nina Steinhübel studiert Wissenschaft – Medien – Kommunikation am Karlsruher Institut für Technologie. Seit Mai 2015 ist sie als freie Redakteurin für clicKIT tätig.