CAMPUS, STUDIUM

BAföG und Co – wie finanzieren sich Studierende?

Das Monatsende naht: Statt Lachs in Sahnesauce müssen die Dosenravioli her halten. Neben Lebensmitteln stehen Miete, Freizeit, Studiengebühren und andere Kosten an, die Studierende ohne festes Einkommen aufbringen müssen. Mehr als 40.000 Menschen studieren in Karlsruhe. Wer nicht oder nur teilweise von seinen Eltern unterstützt wird, muss auf andere Maßnahmen zurückgreifen. Unterstützung gibt es dabei durch BAföG, Stipendien oder Studienkredite.

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BAföG
Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ist das wohl bekannteste Förderungsmittel, das Studis eine Finanzierung zu 50 Prozent als Zuschuss und zu 50 Prozent als zinsloses Teildarlehen gewährt. Jeder Studierende mit deutscher Staatsbürgerschaft, der nicht älter als 30 Jahre ist (bei Master nicht älter als 35 Jahre), kann BAföG beantragen. Allerdings ist eine finanzielle Unterstützung nicht garantiert, denn der BAföG-Satz errechnet sich unter anderem vom Einkommen der Eltern, den Ausbildungsverhältnissen der Geschwister sowie dem Wohnort während der Ausbildung. Wer wissen möchte, ob sich ein BAföG-Antrag überhaupt lohnt, kann durch den BAföG-Online-Rechner seinen individuellen Förderungssatz schätzen lassen.

Normalerweise endet die BAföG-Förderung nach der Regelstudienzeit. Unter gewissen Bedingungen, etwa bei Auslands- oder Urlaubssemestern, wird die Förderungshöchstdauer verlängert. Die Rückzahlung beginnt fünf Jahre nach Regelstudienzeit und kann in kleinen Raten, gemessen am Einkommen, zurückgezahlt werden.

 

Studienkredit
Mindestens 100 Euro und höchstens 650 Euro im Monat können Studierende durch den KfW-Studienkredit erhalten. Er ist unabhängig von Einkommen und Vermögen und lässt sich außerdem mit BAföG kombinieren. Ein Vorteil ist außerdem, dass man den Kredit sowohl für das Erststudium, als auch für das Zweitstudium beantragen kann. Genauere Informationen über den KfW-Studienkredit und seine Zinssatz-Konditionen findet ihr unter diesem Merkblatt.

 

Stipendien
Ob Konrad-Adenauer-Stiftung, Stiftung des deutschen Volkes oder Deutschlandstipendium: Sich das Studium durch ein Stipendium zu finanzieren, klingt für die meisten Studis verlockend. Trotzdem bewerben sich viele nicht, weil sie ihre Chancen für zu gering halten. Dabei ist nicht der Einserdurchschnitt ausschlaggebend, sondern oft soziales und gesellschaftliches Engagement. Die Stipendienarten unterscheiden sich nach Fachrichtung, Förderungsdauer, Art der Unterstützung und haben jeweils unterschiedliche Voraussetzungen. Einen kurzen Überblick gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

Beratung am KIT
Auch am KIT könnt Ihr Euch zum Thema Studienfinanzierung beraten lassen:
Deutschlandstipendium-Beratung bei Innovations- und Relationsmanagement
BAföG-Beratung beim Studierendenwerk
Allgemeine Informationen zur Studienfinanzierung bei Innovations- und Relationsmanagement

Montag, 16. April, 2018
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Laura Holzmeier

Geschrieben von: Laura Holzmeier