CAMPUS

Arbeitskreis Fahrrad Campus – kleine Gruppe mit großen Plänen

Sie haben sich zusammengetan, um den Campus fahrradfreundlicher zu gestalten: Die knapp zehn Leute des Arbeitskreises Fahrradcampus setzen sich von der Pumpstation bis zum Lastenrad für alles ein, was das Radler-Herz höher schlagen lässt. Mit Johannes Dippert, dem Vorsitzenden des AStA hat Lea Krug über die Ziele des Arbeitskreises gesprochen.

Foto: Magali Hauser

 

Es ist noch früh morgens und das Café Chicco hat gerade erst geöffnet. Es herrscht unheimliche Stille. Kaum ein Student traut sich um diese Tageszeit in die Räume des Studentenhauses, in dem das Café seinen Platz hat. Mittags ist hier im Chicco, direkt neben der Mensa mehr los. Trotz früher Stunde ist Johannes bester Laune. Die ersten warmen Sonnenstrahlen fallen in den hellen Außenbereich des Cafés. Seit Oktober ist der 25-jährige Student Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses. Der angehende Wirtschaftsingenieur erzählt von den Plänen des Arbeitskreises Fahrradcampus, den der AStA Anfang diesen Jahres ins Leben gerufen hat: „Von vielen Seiten kam die Idee eines fahrradfreundlicheren Campus – jetzt soll sich hier etwas tun“.

Derzeit setzt sich die Gruppe dafür ein, dass mehr Fahrradständer auf dem Campus entstehen. Außerdem planen sie festinstallierte Pumpstationen, an denen Studierende ihre Räder aufpumpen und reparieren können. Das sind aber nicht ihre einzigen Projekte. Johannes ärgert sich vor allem über die „Fahrradleichen“ auf dem Campus. So nennt er die Fahrräder, die von ihren Besitzern nicht mehr abgeholt werden und auf dem Campus vor sich hin rosten. „Man sollte sie beerdigen“, meint er. „Ich hoffe, dass an der Stelle dann ein Fahrradbaum wächst und noch mehr Studis mit dem Rad zur Uni kommen“, scherzt Johannes. Aber nicht bei allen Themen ist ihm zum Lachen. Einige Ecken auf und rund um den Campus seien für Radler nicht ganz ungefährlich, auch das möchte der Arbeitskreis ändern. Fahrradstraßen auf denen Radfahrer Vorfahrt haben und gleichberechtigt zu den Autofahrern unterwegs sein können, sollen die Situation verbessern.

Johannes erwähnt auch die Mobilitätsstudie des KIT die ergab, dass schon heute über die Hälfte der Studierenden mit dem Rad zur Uni kommen. „Wir wollen, dass noch mehr werden“, meint er. Das spare Platz, schone die Umwelt und halte fit. Dafür tüftelt das Team auch an Lastenrädern – eines steht derzeit schon zur Verfügung. Es kann von Hochschulgruppen und Studis ausgeliehen werden. So sollen kleinere Transporte in Zukunft nicht nur einfach sondern auch klimaneutral möglich sein.

Beim Abschied verrät Johannes noch, dass es im Herbst wieder einen Flohmarkt und eine Fahrradversteigerung auf dem Gelände des KIT geben wird – wer also noch keins hat, kann sich dort günstig ein Rad kaufen.

Montag, 19. September, 2016
  CAMPUS


Avatar

Geschrieben von: Denis Elbl