CAMPUS

Aktivpause am KIT: 
Kampf den Rückenschmerzen!

Video

Wer an die neue Arbeitswoche denkt, spürt wohl auch am Montagmorgen schon die Rückenschmerzen von Freitagnachmittag. Dagegen kann allerdings jeder etwas tun: „Aktivpause“ heißt ein Programm, das Stefanie Schüler vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement beim Institut für Sport und Sportwissenschaft des KIT gestartet hat. In etwa zehn Minuten sollen in der Mittagspause Muskeln und Knochen mobilisiert und gestärkt werden. Bisher gab es das nur für Beschäftigte des KIT – aber was ist mit den Studierenden?

Fotos: Manuel Balzer

 

Auch Studis plagen Rückenschmerzen

Zwar traben Studierende für gewöhnlich nicht gleich in den frühen Morgenstunden ins Büro, doch auch ihr Tag besteht meist aus stundenlangem Recherchieren, Rechnen oder Schreiben am PC. Es ist nicht verwunderlich, dass schon 20-Jährige über Rückenschmerzen und einen steifen Nacken klagen. Für sie wäre ein solches Angebot genauso wichtig – nur gab es das am KIT nicht. Bis jetzt! Lena soll im Rahmen ihres Studiums der Sportwissenschaften eine „Proberunde“ organisieren. Das Ziel: eine Aktivpause mit fünf Studierenden.

20160822-cs-01-012_wp


Flyerflut: Wie macht man Werbung für Aktivpause?


Um tatsächlich fünf Studierende dazu zu motivieren, gehört mehr Arbeit, als es für Außenstehende erscheint; wochenlang muss im Vorfeld organisiert werden. Wer leitet die Aktivpause? Wo kann sie stattfinden? Lena und ihre Teamkollegen entscheiden sich für einen Raum im Bibliotheksgebäude und speziell ausgebildete Coaches. Wie nun aber die Studierenden erreichen? Die Wahl der Gruppe fällt auf Flyer als Werbemittel. Nach Entwurf, Herstellung und Verteilung aber die Ernüchterung: Nur wenige Studierende sind durch die Flyeraktion auf die Aktivpause aufmerksam geworden. Lenas neue Idee: „Wir sind einfach 15 Minuten vorher durch die Bibliothek gelaufen und haben gesagt, dass gleich eine kleine Übung gegen Rückenschmerzen stattfindet, und es sind tatsächlich einige gekommen. Wenn man schon vor Ort ist und der Buckel immer größer wird – warum nicht mal zehn Minuten in die Gesundheit investieren?“

 

In 10 Minuten zum neuen Menschen werden?
Etwa zehn Minuten dauert eine Aktivpause. Trainiert werden Bereiche von Kopf bis Fuß. Wichtig ist, dass die Aktivpause auch am Arbeitsplatz zwischen Schreibtisch und Bürostuhl umsetzbar ist. Das Feedback ist positiv: Es kommen sogar mehrere Aktivpausen zustande. Langfristig eine Aktivpause für mehrere Studierende zu speziellen Zeiten zu etablieren, wird eine ganz neue Herausforderung – für Lena ist ihre Seminarleistung aber vorerst zu Ende. Für Seminarleiterin Stefanie Schüler ist es ein vielversprechender Anfang, um weiter an der Aktivpause für Studierende zu arbeiten.

 

 

Montag, 20. Februar, 2017
  CAMPUS


Mailine Schirmeister

Geschrieben von: Mailine Schirmeister
Mailine Schirmeister studiert KulturMediaTechnologie an der Hochschule Karlsruhe. Sie arbeitet als Redakteurin für clicKIT und den Radiosender "Der Junge Kulturkanal“.